Bürgermeisterwahl

Bürgermeisterwahl in Lohfelden: Langjähriger Grüner Köhne tritt als Parteiloser an

+
„Grüner“ Naturliebhaber: Bürgermeister-Kandidat Olaf Köhne mag James Bond, Gieseking und die Toten Hosen.

Lohfelden. Olaf Köhne mag James Bond, Gieseking und die Toten Hosen. Am 6. März tritt der als Kandidat bei der Bürgermeisterwahl in Lohfelden an.

Seine Kinder sind groß, er ist familiär unabhängig und seiner Heimat Lohfelden sehr verbunden: Als Olaf Köhne (57) von seinen Kollegen als Bürgermeisterkandidat vorgeschlagen wurde, habe er intensiv darüber nachdenken müssen. „Ich mache es, wenn alle hinter mir stehen“, entschied er. Am 6. März tritt Olaf Köhne als gemeinsamer Kandidat von Grünen, CDU, FDP und U2L zur Bürgermeisterwahl an.

„Mit dir kann man nirgends hingehen, weil du überall Leute kennst“, bekomme er häufig von seiner jüngeren Tochter zu hören. Von seiner Verwurzelung in der Region könne er als Bürgermeister nur profitieren, denn er kenne Probleme und Wünsche der Bürger. Wunsch und Wirklichkeit heißt es zu vereinbaren, erzählt der Liebhaber von Natur und Kultur, der sich auf Facebook auch gern als solcher präsentiert, bei einem Cappuccino im örtlichen Café Kunterbunt.

Der gelernte Radio- und Fernsehtechniker blickt zurück auf 30 Jahre Kommunalpolitik: 1980 gründete er die Grünen-Partei mit und landete ein Jahr später in der Lohfeldener Gemeindevertretung. Von 1989 bis heute war er zudem Mitglied im Gemeindevorstand und seit 2011 zudem Kreistagsabgeordneter der Grünen. Wie seine „grüne“ Karriere mit seiner Tätigkeit bei beim Rüstungsunternehmen Krauss-Maffei Wegmann vereinbar ist? Er arbeite in einem Prüflabor und sorge dafür, dass die Funkrechner der Soldaten bei den Auslandseinsätzen funktionieren - mit dem Sicherheitsaspekt könne er sich identifizieren. „Rüstungsexporte, die die Bundesrepublik genehmigt, sehe ich aber kritisch“, sagt er.

Es sind besonders die sozialen Ziele, die Köhne, dessen Tochter in Kassel Soziale Arbeit studiert und bei ihm lebt, zu bewegen scheinen: Junge Menschen an die Region zu binden und älteren Menschen das Leben leichter zu machen. Ein Jugendhaus müsse wieder her und ein Ärztehaus müsse geschaffen werden. Für mehr Mobilität soll ein Elektro-Bus sorgen, der mit dem Kasseler Straßenbahnnetz verbunden ist.

Bei allen Themen gehe es ihm darum, „dass ich mich morgens noch im Spiegel anschauen kann“. Aufgaben wolle er mit Pragmatismus wie emotionalem Bezug zur Heimat angehen.

HNA-Lesertreff: Bewerber stellen sich

Bei einem HNA-Lesertreff am Mittwoch, 17. Februar, 19 Uhr, im Bürgerhaus Lohfelden, Lange Straße, stellen sich die Lohfeldener Bürgermeisterkandidaten Uwe Jäger (SPD) und Olaf Köhne (Grüne / unterstützt von den anderen Fraktionen) den Fragen der HNA-Redakteure Peter Ketteritzsch und Nicole Schippers. Aber auch das Publikum hat an diesem Abend Gelegenheit, den Bewerbern auf den Zahn zu fühlen.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.