66,9 Prozent der Wähler haben für ihn gestimmt

Lohfelden hat gewählt: Uwe Jäger (SPD) ist der neue Bürgermeister

Uwe Jäger (SPD) ist der neue Bürgermeister

Lohfelden. Der nächste Bürgermeister von Lohfelden heißt Uwe Jäger (SPD). Bereits nach Auszählung der ersten beiden Wahlbezirke zeichnete sich der Trend zum Ergebnis ab.

Letztlich gingen 66,9 Prozent der Wählerstimmen an ihn – bei einer Wahlbeteiligung von 52,05 Prozent.

Während Gegenkandidat Olaf Köhne (Grüne), der als gemeinsamer Kandidat für Grüne, CDU, FDP und U2L antrat, bereits gegen 18 Uhr im Bürgerhaus aufschlug, kam Uwe Jäger in Begleitung von Frau und Tochter erst gegen 18.30 Uhr dazu. Köhne wurde unterstützt von seiner Tochter sowie Monika Woizeschke-Brück, Spitzenkandidatin der Grünen für den Kreistag, und der Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, Steffi Weinert.

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Uwe Jäger versammelte sich mit seinen Unterstützern in der Mitte des Raumes, darunter auch Bürgermeister Michael Reuter (SPD). Olaf Köhne hielt sich im hinteren Bereich des Raumes auf und kam nach der Auszählung von acht Wahlbezirken nach vorn – „damit ich Uwe gleich die Hand schütteln kann“. Köhne schien seine Niederlage kommen zu sehen.

Bürgermeister Michael Reuter, der seine zwölfjährige Amtszeit zum 31. Mai beendet, positionierte sich räumlich neben seinem Partei-Kollegen, betonte aber bereits im Voraus, dass er als Sozialdemokrat in erster Linie auf die Wahlbeteiligung gespannt sei – unabhängig vom Ergebnis sei eine gute Wahlbeteiligung wichtig. Wahlleiter Kai Hast bewertete die 52,05 Prozent positiv. Im Vergleich zur Kommunalwahl vor fünf Jahren sei die Beteiligung um acht Prozentpunkte gestiegen, was auch an der Bürgermeister-Direktwahl läge. „Speziell in Lohfelden hat die Bürgermeisterwahl einen hohen Stellenwert“, so Hast.

 Aktualisiert um 22.55 Uhr

Dass am Ende nicht der Mann die meisten Stimmen bekam, der die meisten Parteien vertritt – Olaf Köhne zeigte sich enttäuscht, betonte aber, dass es ein fairer Wahlkampf gewesen ist. „Mein Herz hängt zu sehr am Ort, um mich nun zurückzuziehen.“ Für Tochter Tabea sei er „der Bürgermeister der Herzen“. Köhnes Blick war nach Ende der Auszählung auf sein Handy gerichtet, um die Ergebnisse der Kreistagswahl einzusehen, für die er auf der Liste der Grünen steht.

Glücklich sei er, dass die Zeit des Bangens vorbei ist, sagte Uwe Jäger. „Ich war zuversichtlich, dass ich die Wahl gewinnen kann, aber mit einem Ergebnis in dieser Höhe habe ich nicht gerechnet.“ Jäger habe Respekt vor dem Amt, aber keine Angst. Zu diesem Zeitpunkt wusste er noch nicht, dass seine Partei bei der Gemeindewahl im traditionell roten Lohfelden fast zehn Prozentpunkte verlieren würde.

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