Lohfelden: Sicherheitsdienst vor Ort

Keine Flüchtlinge mehr da: Das passiert mit Hornbach-Gebäude

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Verwaist: Das Gartencenter Hornbach steht gut drei Wochen leer. Die Flüchtlinge sind auf andere Einrichtungen verteilt worden.

Lohfelden. Seit gut drei Wochen liegt die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge im ehemaligen Gartenmarkt Hornbach im Dornröschenschlaf.

Die dort untergebrachten Asylbewerber seien auf andere Einrichtungen verteilt worden, teilte Michael Conrad, Pressesprecher beim Regierungspräsidium Kassel, auf Anfrage mit.

Das Land Hessen hält dieses Gebäude in Reserve, falls die Flüchtlingszahlen wieder massiv ansteigen sollten. Dafür gebe es aber momentan keine Anzeichen, sagte eine Sprecherin des Regierungspräsidiums Gießen, das seit Beginn dieses Monats für die Unterkunft zuständig ist.

Überstunden abbauen 

Die Betreuer der Unterkunft feierten derweil die während des Flüchtlingsansturms im vergangenen Jahr aufgelaufenen Überstunden ab, teilte Conrad mit. Das Gelände der Flüchtlingsunterkunft ist inzwischen weitgehend frei zugänglich, die Halbschranke der Zufahrt zum Parkplatz ist geöffnet. Sperrgitter sind teilweise abgebaut und säuberlich neben dem Gebäude aufgestapelt worden.

Sicherheitsdienst vor Ort 

Man halte „in geringem Umfang“ einen Sicherheitsdienst vor, um Vandalismus vorzubeugen, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums auf Anfrage. Dieses ist für die Verwaltung des vom Land Hessen angemieteten Gebäudes zuständig. Der Mietvertrag sei bis Oktober 2017 zu „ortsüblichen Konditionen“ abgeschlossen worden. Verhandlungen über einen vorzeitigen Ausstieg aus dem Vertrag führe das Land nicht, da man das Objekt ja gemäß dem im April erarbeiteten Standortkonzept als Reserve verfügbar halten wolle.

In dem ehemaligen Gartenmarkt waren im Oktober vergangenen Jahres rund 400 Flüchtlinge eingezogen. Die Einrichtung ist zur Aufnahme von bis zu 800 Asylbewerbern ausgelegt.

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