Gericht vertagt Urteil über Lohfeldener Grundstückspreise

Lohfelden. Im Prozess zwischen den früheren Eigentümern der Grundstücke im Baugebiet Lindenberg und der Gemeinde Lohfelden über angeblich zu niedrige Kaufpreiszahlungen ist es nicht zu einem Urteil gekommen.

Eine Entscheidung in der Berufungsinstanz werde nun am 19. Mai fallen, teilten übereinstimmend Lohfeldens Bürgermeister Michael Reuter (SPD) und der Anwalt der klagenden früheren Eigentümer, Dr. Hans-Jörg Hartmann, auf Anfrage mit.

In dem Prozess, der sich seit über zehn Jahren hinzieht, fordern die Alteigentümer einen fast doppelt so hohen Quadratmeterpreis als die Gemeinde seinerzeit für das 20 Hektar große Areal bezahlte, weil für die Kommune zum Zeitpunkt der Festsetzung der Entschädigungszahlung schon absehbar gewesen sei, dass sie diese später deutlich teurer als Bauland würde verkaufen können. In erster Instanz vor dem Landgericht Kassel hatten die Kläger einen Teilerfolg erzielt. Sie als auch die Gemeinde waren in Berufung gegangen.

Das Oberlandesgericht habe beide Musterverfahren nun zusammengelegt und werde am 19. Mai ein Urteil sprechen, sagte Anwalt Hartmann. Im Termin am Donnerstag sei der Sachverständige, der schon vor dem Landgericht sein Gutachten über die Angemessenheit des Preises abgegeben hatte, mehr als zwei Stunden befragt worden. Neue Argumente seien von den Parteien nicht vorgetragen worden. Sie hätten jetzt noch drei Wochen Zeit, sich gegenüber dem Gericht abschließend zu äußern.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa-tmn

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