Kommentar zur Bürgermeisterwahl in Lohfelden: Jetzt Partner suchen

Zwar hat er die meisten Stimmen bekommen - seine Parteigenossen aber haben die absolute Mehrheit verfehlt. Uwe Jäger (SPD) muss nun schauen, mit wem er als Bürgermeister zusammenarbeiten wird. Denn sicher ist: Auf Kooperation ist er angewiesen, sagt Anna Lischper über die Bürgermeisterwahl in Lohfelden.

Verwaltungsmann gegen Visionär – so könnte man das Verhältnis der beiden Bürgermeister-Kandidaten betiteln. Der SPD-Mann Uwe Jäger, der sich im Wahlkampf stets auf seine Erfahrung in der Verwaltung berief. Olaf Köhne, der von den übrigen Parteien getragene Grüne, mit der Vision, dass bald ein Elektrobus durch Lohfelden fährt.

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Das Ergebnis der Wahl lässt darauf schließen: Die traditionell roten Lohfeldener ziehen Sicherheit Visionen vor. Da konnte der Verwaltungsmann Jäger mit seiner Vita punkten. Dass seine Partei bei der Gemeindewahl mit fast zehn Prozentpunkten auch die absolute Mehrheit verlor, gibt seinem Sieg aber einen schlechten Beigeschmack: Unterstützer hat er zwar – doch die Basis schwindet. Die SPD kann nicht mehr, wie sie es jahrzehntelang tat, allein entscheiden. Jäger muss sich nun also Partner unter denen suchen, die bei der Wahl gemeinsam gegen ihn waren. Und dazu könnte auch gehören, sich auf Visionen einlassen zu müssen.

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