Lohfelden bekommt mehr Blitzgeräte

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Hier passiert nichts mehr: Der letzte noch verbliebene „Starenkasten“ in der Crumbacher Straße ist laut Ordnungsbehörde nicht mehr scharf geschaltet. Autofahrer sollten dennoch mit nicht mehr als 50 km/h in den Ort hineinfahren. 

Lohfelden. Dass Autofahrer, die zu schnell unterwegs sind, gerade in Lohfelden häufig geblitzt werden, ist bekannt. Jetzt kommen zu den bestehenden stationären Anlagen kurzfristig zwei weitere hinzu.

Wie Bürgermeister Michael Reuter mitteilte, sind die Bergshäuser Straße / Höhe Salzpfad und die Vollmarshäuser Straße an der Ortseinfahrt aus Lohfelden jeweils als beidseitige Blitzer-Standorte vorgesehen.

Mit Schaum zugeklebt: Das Bild zeigt eine Blitzeranlage im Ortsteil Vollmarshausen, die im Februar 2010 wie alle anderen Anlagen in der Gemeinde über Nacht mutwillig außer Betrieb gesetzt wurde.

Die beiden neuen Standorte seien mit der Polizeiakademie Hessen begutachtet und als besonders schutzwürdig erkannt worden, sagte Reuter während der Gemeindevertretersitzung. Es gebe aber noch Abstimmungsbedarf mit dem Landkreis Kassel, so der Bürgermeister.

Bisher bestehen in Lohfelden schon stationäre Geschwindigkeitsmessanlagen an der Welleröder Straße in Vollmarshausen, am Waldauer Weg, am Hammelsberg und am neuen Feuerwehrhaus. Außerdem steht noch ein alter „Starenkasten“ an der Ortseinfahrt in der Crumbacher Straße, der jedoch nach Angaben der Ordnungsbehörde seit Langem außer Betrieb ist und nur noch als abschreckende Attrappe Wirkung entfaltet.

Die Blitzer-Anlagen in Lohfelden gerieten in der Vergangenheit mehrfach in das Visier von Vandalen: Vor exakt sechs Jahren waren über Nacht alle „Fotoaugen“ mit Montageschaum oder Farbe blind gemacht. Eine zweite Tat galt den neuen Blitzer-Säulen in der Crumbacher Straße, die im September 2015 mit Kreuzen mutwillig beschmiert und teilweise außer Betrieb gesetzt wurden. Nach Informationen der HNA verlief die Suche nach dem oder den Tätern bisher erfolglos.

Üble Schmiererei: Die neuen Blitzer-Säulen vor dem Feuerwehrhaus wurden vor fünf Monaten von bisher unbekannten Tätern auf diese Weise erheblich beschädigt.

Im Haushaltsplan der Gemeinde Lohfelden haben sich die Erträge aus Bußgeldern und Verwarnungen mit 240 000 Euro jährlich zu einem nicht unerheblichen Einnahmeposten entwickelt. Hiervon müsse die Gemeinde allerdings auch Leasing-Gebühren abführen, hieß es.

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