Lohfelden hat einen neuen Bürgermeister: Uwe Jäger startet in Amtszeit

Amtsübergabe: Der bisherige Bürgermeister von Lohfelden, Michael Reuter (SPD) verliest für seinen Nachfolger, Uwe Jäger (SPD), die Urkunde. Foto: Lischper

Lohfelden. Uwe Jäger (SPD) ist jetzt der neue Bürgermeister von Lohfelden. Am Dienstagabend wurde er in sein Amt eingeführt - und sein Vorgänger Michael Reuter (SPD) verabschiedet.

„Es war mein Wunsch, leise zu gehen“, sagte Michael Reuter (SPD) zu Beginn seiner Rede, mit der er sich von seinem Posten als Bürgermeister der Gemeinde Lohfelden verabschiedete.

Leise zu gehen, daraus wurde nichts: Regierungspräsident, Landrat, Alt- und Ehrenbürgermeister, Bürgermeister aus Stadt, Landkreis und Partnergemeinden waren bei der Sitzung der Gemeindevertretung unter den Gästen. Neben der Verabschiedung des alten Bürgermeisters wurde Uwe Jäger (SPD) ins Amt eingeführt. Fast 70 Prozent der Wähler hatten am 6. März für ihn gestimmt.

Bernd Hirdes (SPD), Vorsitzender der Gemeindevertretung, vereidigte Jäger mit einem „feuchten“ Handschlag („Als wäre man frisch verliebt“).

Die Menschen in Lohfelden seien sehr zufrieden, sagte der neue Chef des Rathauses in seiner Antrittsrede. „Ich werde alles dafür tun, dass Lohfelden lebens- und liebenswert bleibt.“ Er verwies auf die Baustellen, die seine Vorgänger hinterlassen haben: die Modernisierung der Sporthallen, die Umgestaltung der Hauptstraße und der Konflikt um die Preise der Baugrundstücke der Neubausiedlung am Lindenberg. Wenn auch vieles davon Geld koste - „Wir schaffen das.“ Probleme seien da, um sie zu lösen, sagte Jäger. „Ich werde als Bürgermeister für alle da sein und auch die überzeugen, die mich nicht gewählt haben.“ Unterstützen soll ihn dabei der Erste Beigeordnete Norbert Thiele (SPD).

Der scheidende Bürgermeister Michael Reuter wünschte ihm ein glückliches Händchen. Es habe Charme, sein eigener Herr zu sein, sagte er mit Blick auf die vergangenen zwölf Jahre. Man müsse gemeinsam kleine Schritte gehen, um große Ziele zu erreichen. Der 57-Jährige dankte seinem „Leuchtturm“, der Vorzimmerdame Birgit Nelle, und seinem Ersten Beigeordneten Klaus Steffek (SPD), der einen guten Job gemacht habe: „War der Chef weg, kam der Steffek“.

Lob für den Altbürgermeister, der künftig Amtsleiter im Freiherr vom Stein-Institut (Tochter des Hessischen Städte- und Gemeindebunds) coachen will, kam nicht zu kurz. Miriam Würth-Kreevljak (Grüne) dankte ihm für den parteiübergreifenden Austausch abseits von Haltungen und Meinungen, und Landrat Uwe Schmidt (SPD) hob die Einigkeit im Bildungsbereich hervor. Pfarrer Klaus-Dieter Inerle vom evangelischen Kirchenkreis Kaufungen lobte Reuter für seine moderativen Fähigkeiten.

Höhepunkt des Abends war der Dank von Flüchtlingen der Erstaufnahmeeinrichtung, die an Reuters Laufgruppe teilgenommen hatten.

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