Lohfelden: Erstarkte Wählergruppe U2L will die SPD treiben

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Jürgen Kirchner

Lohfelden. Die Wählergruppe U2L hat bei der Gemeindewahl in Lohfelden mächtig zugelegt. Mit konsequenter Oppositionsarbeit will sie die SPD treiben.

Jürgen Kirchner, alter - und wohl auch neuer - Fraktionschef der Unabhängigen Wählergruppe U2L, blickt mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf das Ergebnis der Kommunalwahl in Lohfelden. Wohl hat die U2L um fast sechs auf 14 Prozent zugelegt und ist künftig mit fünf statt bisher drei Fraktionsmitgliedern im Gemeindeparlament vertreten. Doch sein Ziel, die Macht der SPD zu brechen, hat er verfehlt.

Mit der knappen Mehrheit von 19 der 37 Sitze können die Sozialdemokraten weiterhin Entscheidungen treffen, ohne auf Stimmen der anderen Fraktionen angewiesen zu sein. „Leider hat sich der anfängliche Trend nicht bestätigt. Da sind wir nicht glücklich drüber“, sagte er.

Die Fraktion stelle sich auf eine konsequente Oppositionsarbeit ein. Ob man dann auch mal mit der Mehrheitsfraktion stimmen werde, hänge von deren „Kooperationsbereitschaft“ ab, sagt Kirchner. Die künftige Strategie der U2L im Gemeindeparlament würden die Fraktionsmitglieder im April beraten. Schließlich sei die Fraktion nun größer geworden, da gebe es auch mehr Diskussionsbedarf.

So viel lässt sich aus den ersten Äußerungen des bisherigen Fraktionschefs aber schon folgern: Die U2L will die SPD mit Sachthemen treiben. Dazu gehören beispielsweise die mangelhafte Beleuchtung in den Ortsteilen und die teilweise maroden Straßen. Die Sozialdemokraten hätten ausgeglichene Haushalte nur um den Preis einer Vernachlässigung der Infrastruktur zustande bekommen. Nun gebe es einen riesigen Nachholbedarf, der abgearbeitet werden müsse, sagt Kirchner.

Er rechnet außerdem damit, dass es für die SPD-Vertreter im Gemeindevorstand künftig „enger“ werden könnte, sagte Kirchner. Die U2L wolle möglichst wieder in allen Ausschüssen und Kommissionen mitarbeiten.

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