A7 bei Lohfelden: Vor Erweiterung wird nach Blindgängern gesucht

Lohfelden/Kassel. Vor Beginn des achtspurigen Ausbaus der Autobahn 7 zwischen den Anschlusstellen Kassel-Ost und Kassel-Mitte wird der Fahrbahnbereich routinemäßig auf gefährliche Rückstände aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht.

Auch am gestrigen Dienstag wurde der Untergrund sondiert, bestätigte Hessen-Mobil-Sprecher Horst Sinemus auf HNA-Anfrage. Dafür waren mehrere Mitarbeiter einer Spezialfirma im Einsatz. Der Auftrag für die Untersuchung stammt vom Kampfmittelräumdienst Hessen. Die Spezialisten dokumentieren verdächtige Stellen.

Wie berichtet, lässt das Land seit einem schweren Unfall mit einem Blindgänger vor dem Beginn von Bauarbeiten die betroffenen Flächen auf die Hinterlassenschaften untersuchen. 2009 war ein Bauarbeiter an der A3 ums Leben gekommen, als er mit einem Arbeitsgerät eine Weltkriegsbombe zur Explosion brachte. Erstmals in großem Stil nach Blindgängern wurde 2011 vor der Sanierung der A7 am Sandershäuser Berg bei Niestetal gesucht.

Grundlage für die Sondierung waren damals wie heute Luftbilder, die die Alliierten kurz nach den Angriffen gemacht hatten. Auf den Fotos, die aus amerikanischen und britischen Archiven stammen, sind beispielsweise Bombentrichter zu erkennen.

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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