Lohfeldener Rüssel: Medizinisches Versorgungszentrum verzögert sich

Eugen Jung

Lohfelden. Das geplante Gesundheitszentrum am Autohof Lohfeldener Rüssel wird erst in einigen Jahren fertig werden.

„Anderthalb bis zwei Jahre Vorlauf brauchen wir noch“, sagte Eugen Jung, Aufsichtsratsvorsitzender der Straßenverkehrsgenossenschaft (SVG). Die Genossenschaft will 2,5 Mio. Euro in den Bau des dreigeschossigen Gebäudes investieren und das Versorgungszentrum auch betreiben. Allerdings: Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen, so Jung, behindere das Weiterkommen in dem Vorhaben.

Der aktuelle Stand

Seit mehr als einem Jahr ist kaum noch etwas zu hören von dem geplanten Gesundheitszentrum, in dem sich Ärzte vor allem um Lkw-Fahrer kümmern sollen. „Es hat viele Gründe, dass sich nichts tut“, sagt Spediteur Eugen Jung, der sich als SVG-Aufsichtsratschef seit Jahren für das Zentrum starkmacht. Probleme gebe es vor allem mit der Kassenärztlichen Vereinigung. Es gebe genug Ärzte im Kreis Kassel, habe man Jung gesagt, außerdem müsse die SVG nachweisen, dass man mit dem Versorgungszentrum keine Patienten von anderen Medizinern abwerbe. Aus Jungs Sicht sei dieser Nachweis schwierig zu erbringen.

Die Pläne für den Bau seien fertig, das Konzept hingegen noch nicht ganz. Drei bis vier Ärzte sollen, so Jung, in das Zentrum einziehen, um ein breites Spektrum abzudecken. „Das ist im Moment eine Hängepartie und unschön für alle Beteiligten“, sagt der 70-jährige Spediteur aus Kassel.

Nichtsdestotrotz: Für das geplante integrierte Hotel gibt es einen Interessenten, auch der Partner für das Versorgungszentrum ist noch im Boot, sagt Jung. Der Kooperationspartner möchte derzeit aber noch nicht genannt werden.

Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen möchte auf Nachfrage der HNA keine Stellungnahme zu dem Gesundheitszentrum abgeben.

Das ist geplant

Um die Gesundheitsvorsorge bei Lkw-Fahrern sicherzustellen, wurde das medizinische Versorgungszentrum geplant. In der Mitte des SVG-Autohofs, in der Freifläche, soll der dreigeschossige Bau entstehen.

Im Erdgeschoss und im ersten Stock sind die medizinischen Einrichtungen vorgesehen, so die Pläne von SVG, die im vergangenen Jahr vorgestellt wurden. Drei bis vier Ärzte und eine Praxis für Physiotherapie sollen einziehen. Im zweiten Obergeschoss werden dann einige Hotelzimmer entstehen. 2,5 Millionen Euro will die SVG dafür investieren.

So geht es weiter

„Das Vorhaben ist nicht zum Scheitern verurteilt, aber es wird sich noch eine Weile hinziehen“, sagt Eugen Jung. Bis zu zwei Jahre Vorlauf werde man noch brauchen. Man wolle aber nicht nachlassen und weiter bohren. Wird das Gesundheitszentrum dann einmal laufen, wird es ein Vorbild sein und vielfach kopiert werden, glaubt Eugen Jung.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.