Bis Mitte 2018 sollen alle nutzbar sein

Lohfeldener Rüssel: 448 Parkplätze entstehen am Rasthof Kassel-Ost

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Ehemalige Landwirtschaftsfläche: Im Rahmen des Um- und Ausbaus der Rastanlage Kassel-Ost entstehen hier insgesamt 448 neue Stellplätze. Um die tiefer liegenden Flächen auf das Niveau des Rasthofes anzuheben, müssen rund 250 000 Kubikmeter Boden bewegt werden.

Lohfelden. Die Rastanlage Kassel-Ost wird derzeit zu einer der größten Einseitrastanlagen im gesamten Bundesgebiet ausgebaut.

448 Stellplätze - davon 181 für Lastwagen und 13 für Busse - entstehen im Rahmen der Umbauarbeiten auf der ehemals landwirtschaftlich genutzten Fläche. Momentan stehen auf dem Rasthof noch 176 Stellplätze für Pkw und 40 für Lastwagen zur Verfügung. Damit wird mit dem Ausbau der Rastanlage die Parkplatzkapazität deutlich erhöht. Voraussichtlich Mitte 2018 sollen, laut Horst Sinemus (Sprecher Hessen Mobil), alle Parkplätze nutzbar sein. Zunächst müssen jedoch noch 250 000 Kubikmeter Boden bewegt werden, um die bislang deutlich tiefer liegenden Grundstücksflächen auf das Niveau des Rasthofes anzuheben.

Seit Frühjahr laufen die umfangreichen Erdarbeiten zur Angleichung des Geländes. Jeden Tag sind 26 Lastwagen im Einsatz, um überschüssige Bodenmassen von der A44-Baustelle aus dem Raum Hessisch Lichtenau zum Lohfeldener Rüssel zu bringen. Täglich werden zwischen 3500 Kubikmeter und 3800 Kubikmeter Erde eingebaut. In Spitzenzeiten entspricht das mehr als 250 Lkw-Ladungen am Tag. Im Gegenzug wird der nicht benötigte Oberboden der Rastanlage zur Zeche Hirschberg gebracht, um dort ehemalige Tagebauflächen zu rekultivieren.

„Die Erdarbeiten werden voraussichtlich den Sommer über andauern“, teilt Horst Sinemus mit. Dort, wo sie bereits weitgehend abgeschlossen seien, würden derzeit Kanal- und Rohrleitungen zur künftigen Entwässerung der Rastplätze verlegt. Zu den Baumaßnahmen gehören weiterhin zwei bereits fertiggestellte Brücken, eine Hangstützwand westlich des Rasthofgebäudes sowie ein Regenrückhaltebecken mit einem Gesamtvolumen von 5700 Kubikmeter, beide Bauwerke sind ebenfalls bereits gebaut. Da der Betrieb im Rasthof während der Bauarbeiten selbstverständlich weiterläuft, müssen die Verkehrsteilnehmer im bisherigen Rasthofgelände mit geringen verkehrlichen Einschränkungen rechnen, heißt es in einer Pressemitteilung von Hessen Mobil. Dennoch stünden während der Bauzeit immer ausreichend Stellplätze am Rasthof zur Verfügung. Künftig wird der Verkehr innerhalb der Rastanlage über zwei Kreisverkehrsplätze geführt.

Die Kosten für den Um- und Ausbau der Rastanlage in Höhe von rund 19,5 Millionen Euro trägt die Bundesrepublik Deutschland als Baulastträger.

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