Mit Hilfe des 3-D-Druckers

Lohfeldener verwandelt Selfies in Kickerfiguren

Lohfelden. Kleine maßstabgetreue Klone aus dem 3-D-Drucker sind derzeit sehr beliebt: Thorsten Berge aus Lohfelden ist auf den Trend aufgesprungen und hat ein neues Geschäftsmodell entwickelt.

Mit seinem Start-up-Unternehmen MiniU will er jetzt passend zum Start der Fußball-Europameisterschaft in Paris den Tischfußball revolutionieren. Die traditionellen Kickerköpfe haben ausgedient. Stattdessen erhalten die kleinen Figuren individuelle Gesichter aus dem 3-D-Drucker. „Diese Technologie sorgt dafür, dass die eigene Mutter auf dem Spielfeld steht“, sagt der 38-Jährige und hat bereits konkrete Vorstellungen.

Er schwärmt von einem realistischen Tischkicker-Cup, bei dem Familie und Freunde wirklich gegeneinander antreten oder von der deutschen Nationalelf, die im eigenen Wohnzimmer kickt. Das Beste sei: Wenn sich der Kader ändert, dann einfach die Figur abschrauben und eine neu bestellte wieder draufsetzen.

Vor zwei Jahren machte er sich mit dieser Idee selbstständig, hängte dafür seinen Job bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Cooper an den Nagel. Neun Jahre lang hatte der Diplom-Ökonom dort in Hamburg gearbeitet, dann kehrte er für die Verwirklichung seiner Idee nach Lohfelden zurück.

Seine erste Werbeaktion auf Facebook scheiterte: Er wollte das Bild einer individualisierten David-Statue - seinen Kopf auf der nackten Renaissance-Figur - veröffentlichen. Sein Vorhaben wurde aber gleich gestoppt. „Es war trotzdem gut zu wissen, dass unsere Figuren so realistisch wirken und Facebook so viel gedruckte Nacktheit nicht gestattet“, scherzt Berge.

Frappierende Ähnlichkeit: Geschäftsführer Torsten Berge und er als Tischkicker. Foto: Berge/nh

Momentan ist MiniU ein Familienunternehmen, Torsten Berge kümmert sich um die Erstellung der Modelle, während sein Vater, Helmut Berge, die Montage und den Versand übernimmt. Derzeit werden die Köpfe noch bei einem Drittanbieter gefertigt, da die Anschaffung eines 3-D-Druckers bei etwa 55.000 Euro liegt. „Noch haben wir leider nicht genügend Aufträge, damit sich die Anschaffung lohnen würde“, erklärt der Jungunternehmer.

Wer eine individualisierte Kickerfigur haben will, hat es einfach. Er muss nur ein Foto von sich machen - vielleicht noch eins im Profil - und die Daten auf der Homepage von MiniU hochladen. Und schon eine Woche später hält der Kunde die Figur in den Händen.

Mehr Info: www.miniu.de

Rubriklistenbild: © Geier

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