3000 Euro

Messerattacke auf Flüchtling in Lohfelden: Belohnung ausgesetzt

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Messerattacke auf Flüchtling in Lohfelden: Belohnung ausgesetzt

Lohfelden. Zur Aufklärung des gewalttätigen Angriffs auf einen 22-jährigen Flüchtling am Mittwochabend in Lohfelden hat die Kasseler Polizei eine Sonderkommission (Soko) gebildet.

Das teilte Polizeisprecher Torsten Werner am Freitagnachmittag mit. Die Ermittlungen der Soko „Fieseler“ - sie ist nach dem Tatort an der Straße Am Fieseler-Werk benannt - konzentrieren sich auf einen Radfahrer, der nach Einschätzung der Polizei etwas mit der Tat zu tun haben könnte. 

Wie berichtet, hatte das Opfer, das in der Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge im früheren Hornbach-Gartenmarkt untergebracht ist, von einem Mann auf einem Fahrrad berichtet. Nach der Darstellung des 22-Jährigen soll dieser sich ihm von hinten genähert haben. Anschließend habe das Opfer einen Schlag gegen den Rücken verspürt und der Radfahrer habe sich in Richtung der Marie-Curie-Straße entfernt. 

Die Beschreibung des mutmaßlichen Täters ist weiterhin vage. Er soll älter als 30 Jahre sein und einen Rucksack mitgeführt haben. Zunächst war die Rede davon gewesen, dass der Radfahrer jünger als 30 Jahre gewesen sei. Das Fahrrad beschrieb der Flüchtling den Beamten gegenüber als altmodisch. 

„Das Motiv ist bislang noch völlig unklar“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel, Dr. Götz Wied. Es werde in alle Richtungen ermittelt. 

Ein Autofahrer hatte den schwerverletzten Flüchtling am Mittwochabend gegen 22 Uhr stark blutend auf der Crumbacher Straße/Einmündung Am Fieseler-Werk gefunden. An seiner Schulter klaffte eine Wunde. Das Opfer war schwer verletzt und wurde noch in der Nacht in einem Kasseler Krankenhaus operiert. 

Für Hinweise, die zur Aufklärung der Bluttat von Lohfelden führen, hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt. Hinweise nimmt die Polizei in Kassel unter der Telefonnummer 0561/9100 entgegen.

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