Lohfelden schlägt harmlose Gäste aus Griesheim dank furiosem Auftakt

Duell im zentralen Mittelfeld: Lohfeldens Neuzugang Jannik Weingarten (rechts) bekam es oft mit dem Griesheimer Oliver Greindl zu tun. Foto: Fischer

Lohfelden. Zehn Minuten lang sah es so aus, als liefe beim FSC Lohfelden nun alles ganz anders. Zum Saisonauftakt gegen Viktoria Griesheim brillierte der Fußball-Hessenligist im heimischen Nordhessenstadion und lag 2:0 vorn.

Doch dann ließ die Mannschaft von Otmar Velte nach und bot bestenfalls Mittelmaß. Nicht zu Unrecht fühlten sich viele der rund 180 Zuschauer an die meist wenig attraktiven Spiele der letzten Spielzeiten erinnert. Immerhin kamen die ebenfalls nicht überzeugenden Gäste nur noch zum Anschlusstreffer, sodass der FSC mit 2:1 (2:0) den ersten Dreier einfuhr.

Mit viel Schwung, direktem Spiel und hoher Laufbereitschaft glückte den Lohfeldenern ein Blitzstart. Griesheims Innenverteidiger Dominique Jourdan wehrte eine Flanke von Christian Käthner mit dem Arm ab, und Adrian Bravo Sanchez verwandelte den Strafstoß zur Führung (3.). Kurz darauf kamen die Gastgeber druckvoll über links. Einen zu schwach abgewehrten Ball brachte Käthner zum 2:0 im langen Eck unter (5.).

„Wir haben toll angefangen, mit wundervollen Spielzügen aus dem Lehrbuch“, schwärmte Otmar Velte nach dem Schlusspfiff. Aber auch das Nachlassen seiner Elf war ihm nicht verborgen geblieben. „Ich hätte mir gewünscht, dass wir zumindest die Räume nutzen und die Konter besser ausspielen. Aber der finale Pass kam nicht“, sagte der Trainer.

Dass seine Mannschaft nicht nachsetzte, sei nicht beabsichtigt gewesen. Veltes Gegenüber Angelo Barletta sah dies anders und befand, der FSC habe sich „geschickt zurückgezogen und uns Räume gegeben“. Damit anfangen konnte die Viktoria wenig. Außer bei einer Chance kurz vor der Pause und beim Ausgleich blieben die Gäste harmlos. Nach einer Serie unglücklicher Abwehraktionen gelang Francesco Calabrese mit abgefälschtem Schuss das 1:2 (67.).

Längst hätte der FSC, bei dem am ehesten Jaroslav Matys und Jannik Weingarten überzeugten, bis dahin nachlegen können. Nach einer halben Stunde vergab Bravo Sanchez nach einem Sololauf von Serdar Bayrak, kurz darauf brannte es abermals lichterloh im Gäste-Strafraum. Die größte Gelegenheit ließ schließlich Thomas Müller aus (81.).

Griesheims Jourdan, der bereits den Handelfmeter verschuldet und wegen eines Fouls mit Gelb vorbelastet war, sah wegen Reklamierens noch nach Spielende die Gelb-Rote Karte.

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