Abfallendes Gelände wird ebenerdig gemacht

Rastplatz-Ausbau an der A7: 15.000 Lkw-Touren stehen bevor

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Arbeiten haben begonnen: Am Rasthof Kassel tragen Bagger den Oberboden der bislang landwirtschaftlich genutzten Fläche ab. Dieser soll bei der Rekultivierung alter Tagebauflächen der Zeche Hirschberg bei Großalmerode dienen.

Lohfelden. Im Zuge des Ausbaus der Tank- und Rastanlage Kassel-Ost der A7 bei Lohfelden entsteht auch ein neuer Parkplatz mit 448 Stellplätzen. Dafür werden bis zum Sommer Erdmassen von der A44-Baustelle bei Hessisch Lichtenau herantransportiert.

So soll das stark abfallende Baugelände ebenerdig gemacht werden. Es ist eine bauliche und logistische Herausforderung für Planer und Bauarbeiter: Das Feld unterhalb des Rasthofs Kassel bei Lohfelden fällt zur Autobahn 7 hin stark ab. Damit dort ab Mitte 2018 auf einer der größten Rastanlagen Deutschlands Autos parken können, muss das einst landwirtschaftlich genutzte Areal auf das Niveau des Rasthofs angehoben werden.

Zu diesem Zweck müssen bis zum Sommer rund 250.000 Kubikmeter Boden bewegt werden. Da an Ort und Stelle nicht ausreichend Material für die Angleichung des Geländes zur Verfügung steht, behilft sich die Straßenbaubehörde Hessen Mobil mit Material von einer anderen Großbaustelle. Laut ihrem Sprecher Horst Sinemus werden „überschüssige Bodenmassen“ von der Baustelle der Autobahn 44 bei Hessisch Lichtenau mit Lastwagen zum Rasthof-Gelände gebracht.

Vorgesehen sei, 156.000 Kubikmeter Erde nach Lohfelden zu fahren. Bei einer Ladekapazität von 18 Tonnen - eingesetzt werden Vierachser - ergeben sich nach Angaben von Hessen Mobil rund 15.000 Lkw-Fahrten. Diese sollen zwischen März und Juli abgewickelt werden. „Bei rund 100 Arbeitstagen ist somit täglich in der Spitze von 150 bis 200 Fahrten auszugehen“, rechnet Behördensprecher Sinemus vor. Den Rückweg tritt ein Teil der Transporter allerdings nicht leer an. Auf der Fahrt zurück in Richtung Hessisch Lichtenau nehmen die Transporter wertvollen Oberboden mit, der an der Rasthof-Baustelle nicht benötigt wird.

Die Erde von dem einstigen Feld, die zurzeit bereits abgetragen wird, soll zur Rekultivierung ehemaliger Tagebauflächen der Zeche Hirschberg bei Großalmerode dienen. Der Transportweg - hin und zurück sind es rund 60 Kilometer - läuft laut Sinemus von der Parkplatz-Baustelle über die A 7 zur Abfahrt Kassel-Ost, weiter über die Bundesstraße 7 sowie die Landesstraßen 3225 und 3400. Zurück geht es auf demselben Weg.

„Diese Route wurde gewählt, um die Anwohner in den Ortslagen von Lohfelden, Helsa, Hessisch Lichtenau und Friedrichsbrück von den Transporten zu entlasten“, so Sinemus.

HINTERGRUND

448 Stellplätze, davon 181 für Lastwagen

Im Zuge des Ausbaus der Tank- und Rastanlage Kassel-Ost entstehen 448 Stellplätze, darunter 181 für Lkw und 13 für Busse. Der aus Richtung Norden kommende Verkehr wird über eine über die A 7 führende Brücke zu der Rastanlage geführt. Die Kosten für die Verkehrsanlagen beziffert Hessen Mobil mit 19,5 Millionen Euro.

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