Schöne Hochzeit - harte Arbeit: So funktionieren die Vorbereitungen

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Fertige Tischdekoration.

Im Rahmen des Projektes „medien@schule“ haben Schüler der Klasse 10d der Söhre-Schule Lohfelden über Hochzeitsvorbereitungen geschrieben.

Jeder kennt es, wenn man auf eine Hochzeit eingeladen ist und die Dekorationen sieht, welche man bewundert. Doch wie entstehen solche Dekorationen? Bei einem Besuch bei Herr und Frau Delice, konnten wir uns viele Einblicke in diese Arbeit verschaffen.

Hängende Lichter, strahlende Gesichter, gutes Essen, auf einer Hochzeit sieht man vieles an Dekoration. Aber was steckt dahinter? Jede Hochzeit ist einzigartig und außergewöhnlich. Bei der Planung der Dekoration muss der Dekorateur auf die Wünsche und Vorstellungen der Kunden eingehen. Dabei spielt besonders die Abstammung, die

Bunter Himmel als Deckendekoration.

Kultur und die religiöse Einstellung des Brautpaares eine Rolle.

Durch die vielen, verschiedenen Vorstellungen der Brautpaare, fängt das Dekorationsteam, so früh wie möglich mit der Planung an. Denn die Planung ist das A und O. Man muss genau wissen, wie die Saale aufgebaut sind, damit man weiß, wie man dekorieren soll und kann.

Kann man die gewünschten Materialien einarbeiten? Welche Dekorationsmöglichkeiten stehen zur Verfügung? Was muss beachtet werden? Doch wie fing das alles an, wie schaffen es die Dekorateure sich immer wieder selbst zu übertreffen und zu steigern? „Am Anfang hatten wir bloß einen Brauttisch, mittlerweile haben wir zehn Modelle an Brauttischen, Brautgänge, Deckendekorationen und Tischdekorationen, wie z. B. Kerzenständer, Blumen, Stuhl Hussen, Servietten usw.“, erzählt Herr Delice.

Es begann vor 15 Jahren, als Frau Delice von einer Bekannten gefragt wurde, ob sie ihren Brauttisch dekorieren könnte, da viele Bekannte auf der Hochzeit waren, sahen sie das Werk. Mit selbstgemachten Flyern warb Frau Delice sie für ihre Dekoration. Sie fing an Menschen anzurufen, egal ob Bekannter oder Fremder und fragte sie, ob sie die Hochzeit, ohne Gegenleistung dekorieren dürfte. Viele sagten Nein, aber sie machte weiter, bis einige Ja sagten. „Am Anfang rief ich sie an, doch nun rufen sie uns an und wollen uns

Der Brauttisch.

buchen, aber wir können nicht alle annehmen, da wir nicht auf zehn Hochzeiten gleichzeitig tanzen können.“ Dadurch haben sie vieles Neues kennengelernt, neue Menschen, neue Kulturen. Und auch Erlebnisse, die sie nie vergessen werden, wie dass sie die volle Punktzahl, für ihre Location in der Sendung „4 Hochzeiten und eine Traumreise“ bekommen haben.

Sie konnten sogar die Hochzeit eines Bundesligaspielers von Mainz 05 dekorieren. Für diese Arbeit braucht man gute Ideen, Kreativität, geschickte Hände, räumliches Vorstellungsvermögen und man sollte keine Höhenangst haben. Nun ist die Frage, wie es weiter gehen soll: „Da sind wir uns noch nicht so sicher, da es ein Familienbetrieb ist, hilft jeder mit beim Aufbauen und Abbauen der Dekorationen, wir hatten uns auch schon Gedanken gemacht, da wir nicht mehr die Jüngsten sind.

Jetzt dekorieren wir schon Eröffnungsfeiern, Beschneidungsfeiern, Geburtstagsfeiern, Jubiläumsfeiern, Abibälle, Hennaabende und weitere Feiern jeglicher Art. Da hoffen wir natürlich, dass unsere Kinder, genauso kreativ sind und es weiterführen wollen.“ Daraus zu schließen ist, dass man für eine Hochzeit viel Mühe braucht und es mit Leidenschaft machen sollte.

Von Chelzea Hortmann, Evelyn Hartmann, Filiz Delice, Lara Walden und Samantha Drings

Anmerkung: Rund 250 Acht-, Neunt- und Zehntklässler haben im Rahmen des Projektes „medien@schule“ Artikel, Fotos und Videos für HNA.de erstellt. Das Projekt von Hessischer Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) und der HNA findet im Rahmen von „Medien machen Schule“ statt. Es soll zeigen, wie neue Medien und soziale Netzwerke wie Facebook, Youtube, Twitter und Instagram funktionieren. Hier finden Sie weitere Artikel, die während des Projekts entstanden sind.

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