Notoperation für 165.000 Euro

Sporthalle an der Söhreschule in Lohfelden ist marode

Lohfelden. Die Sporthalle an der Söhreschule in Lohfelden muss dringend saniert werden. Aber das wird teuer. 

Wenn ein Patient schwer verletzt ist, hilft zunächst eine Notoperation, um das Schlimmste zu verhindern. Für die Sporthalle an der Söhreschule in Lohfelden würde das die dauerhafte Schließung bedeuten. Auch diese Halle unterzieht nun der Landkreis Kassel einer Notoperation, die allerdings recht kostspielig ausfällt: Für 165 000 Euro werden der Hallenboden und der Prallschutz an den Seitenwänden erneuert. Das dauert. Bis zum Ende der Herbstferien kann die Halle voraussichtlich nicht von Vereinssportlern und Schülern genutzt werden. „Vielleicht schaffen wir es auch etwas früher“, sagt Kreissprecher Harald Kühlborn.

Die 1977 erbaute Sporthalle weist an vielen Stellen Schäden auf. Die Löcher und Wellen im Hallenboden seien aber so gefährlich für die Gesundheit der Sportler, dass man habe sofort tätig werden müssen, erläuterte Kühlborn. Eine umfassende Sanierung des gesamten Gebäudes würde 1,5 Millionen Euro kosten, schätzt der Landkreis. Dafür fehlt das Geld.

Schäden müssen warten: Dieses Loch in der Decke ist nicht das einzige in der Sporthalle.

Mitarbeiter einer Berliner Spezialfirma haben den alten Hallenboden herausgerissen und bauen den Untergrund neu auf. Solche Firmen gebe es in der näheren Umgebung von Kassel nicht, sagtKühlborn.

Zunächst rollen die Arbeiter auf dem Estrich eine Dampfsperre aus, tragen eine Ausgleichsschüttung auf, und versehen den Boden mit einer Dämmplatte sowie einer sieben Millimeter starken Schicht aus Industrieschaum. Über das Ganze werden Sperrholzplatten und Linoleum gelegt. Die Schaumschicht sorgt dafür, dass der Boden später schön federt und die Gelenke der Sportler schont. Die Tribüne der Halle verteuert die Angelegenheit. Sie muss abmontiert und verschoben werden, damit die Arbeiter überall neuen Boden legen können. Das kostet allein 20 000 Euro. Der Prallschutz an den Wänden besteht momentan aus einer Holzverschalung. Dieser wird abgerissen und durch eine zwei Zentimeter dicke Schaumstofffschicht ersetzt, die mit Teppichboden überzogen wird.

Bis zum Ende der Arbeiten weichen die Vereinssportler auf die benachbarte Mehrzweckhalle aus. Die Schüler der Söhreschule müssen nach den Ferien im Freien trainieren.

Rubriklistenbild: © Dilling

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