In Vollmarshausen sollen zwei Mio. Euro investiert werden

Sporthalle soll komplett saniert werden

Große Investition: Die Sporthalle in der Kurt-Schumacher-Straße in Vollmarshausen wird jetzt komplett saniert. Foto:  Wohlgehagen

Lohfelden. Die Karten werden neu gemischt: Jetzt will die Gemeinde Lohfelden statt 675.000 Euro für die Dach- und Fußbodenerneuerung rund zwei Millionen Euro für eine Komplettsanierung der Sporthalle in Vollmarshausen aufwenden.

Voraussetzung für den vom Haupt- und Finanzausschuss einstimmig empfohlenen neuen Weg ist eine Aufnahme des Projekts in das Sonderprogramm des Bundes für die Sanierung kommunaler Einrichtungen. Am heutigen Donnerstag entscheidet die Gemeindevertretung (19.30 Uhr im Bürgerhaus) über den Strategiewechsel. Wenn das Land Hessen mitspielt, bietet sich für das Projekt eine traumhafte Finanzierung mit einem Zuschuss von 1,8 Millionen Euro an. Der Eigenanteil von 200.000 Euro würde die Finanzen der nicht auf Rosen gebetteten Gemeinde wesentlich weniger belasten als bisher mit insgesamt 835.000 Euro für die Schadenaufnahme (160.000) und Großreparatur.

Die Abkehr von der Planung ist angesichts der neuen Rahmenbedingungen einleuchtend, auch wenn die Schüler und Vereinssportler bis Ende 2017 warten müssen, bevor sie ihren Bewegungsdrang wieder im Ort befriedigen können. Im Februar/März entscheidet das Land Hessen, welche Projekte in das Investitionsprogramm aufgenommen werden. Erst danach dürfe die Sanierung beginnen, hieß es.

Bürgermeister Michael Reuter (SPD) sieht gute Chancen für die Aufnahme in das Zukunftsprogramm: „Der Schaden an der Sporthalle trifft uns in schwerer Zeit“, betonte der Verwaltungschef im Hinblick auf bestehende Etat-Auflagen der Kommunalaufsicht.

Die Gemeinde will doppelgleisig vorgehen, um handlungsfähig zu bleiben: Die Mittel für die Komplettsanierung werden in den neuen Haushalt aufgenommen. Außerdem werden die Gelder für die Schadensaufnahme und Großreparatur - wie von der SPD beantragt - in den Nachtragetat eingestellt. Dieser Plan stieß auf Bedenken bei der Opposition. Der Zuwendungsgeber könnte von der 90-Prozent-Förderung abweichen, wenn mehr Eigengeld nachgewiesen werde, sagten Paula Götze (CDU) und Hans-Jürgen Fiegand (U2L). Der Antrag wurde mit den Stimmen der SPD-Mehrheit angenommen.

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