Verletzter Asylbewerber: Polizei fahndet jetzt mit diesem Plakat

Ausschnitt aus dem Fahndungsplakat von Polizei und Staatsanwaltschaft: Die Kreuzung zeigt den vermutlichen Tatort.

Lohfelden. Die Beamten des Polizeipräsidiums Nordhessen sind noch immer auf der Suche nach möglichen Hinweisgebern zum verletzten Asylbewerber. Jetzt soll ein Plakat bei der Suche helfen.

Zusammen mit der Staatsanwaltschaft Kassel bringt das Polizeipräsidium Nordhessen ein Fahndungsplakat in Umlauf.

Die Tat

Die Tat ereignete sich am vergangenen Mittwoch gegen 22 Uhr in Lohfelden. Zu dieser Zeit hatte sich nach Angaben des Opfers auf der Kreuzung Crumbacher Straße/Am Fieseler Werk ihm ein Mann auf einem älteren Fahrrad von hinten genähert und ihn mit einem Messer am Rücken verletzt. Anschließend sei der Fahrradfahrer auf der Straße „Am Fieseler Werk“ in Richtung der Marie-Curie-Straße davongefahren. Bislang konnte der Fahrradfahrer noch nicht identifiziert werden.

Das Plakat

Hier sehen Sie das Plakat in voller Größe

Um, wie es wörtlich auf dem Plakat heißt, „weitere Ermittlungsansätze zu erlangen“ und die Straftat letztlich aufzuklären, suchen die Ermittler nach Zeugen, die Angaben zur Tat machen können, zur Tatzeit (gegen 22 Uhr) am Tatort oder in unmittelbarer Nähe waren, Fotos vom Tatort oder der Umgebung gemacht haben, die sie der Polizei zur Verfügung stellen können. Da sich der Tatort in der Nähe einer Flüchtlingsunterkunft befindet, wurde das Plakat in die Sprachen Englisch, Arabisch, Farsi, Kurmanci und Urdu übersetzt.

Die Suche

Die Ermittler der Sonderkommission „Fieseler“ suchen einen Spaziergänger mit Hund, der zur relevanten Tatzeit in Tatortnähe auf der Crumbacher Straße unterwegs gewesen sein soll. Der Mann, der mit einem mittelgroßen, mehrfarbigen Hund spazieren ging, könnte möglicherweise ein wichtiger Zeuge sein. „Vielleicht kann uns der Gassigeher wichtige Hinweise zur Tat geben, ohne dass er es bislang selbst weiß“, so Polizeisprecher Torsten Werner auf Nachfrage der HNA.

Bisherige Erkenntnisse

Aus ermittlungstaktischen Gründen können derzeit keine neuen Erkenntnisse preisgegeben werden, so Werner. Die zwei in der Nähe des Tatortes sichergestellten Messer würden derzeit untersucht. „Die Ermittlungen dazu sind noch nicht abgeschlossen.“

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