Dampfüberhitzer zu schwer

Wegen Messfehler: Schwertransport macht weiter Zwangspause

Am Weser-Kai: Um das zweite Bauteil zu transportieren, kommt ein zweites Schiff. Foto: Krischmann

Lohfelden / Hann. Münden. Der Schwertransport, der am Samstagabend von den Richterhallen in Lohfelden startete, hängt am Ufer der Weser fest.

Er wartet an der Weserumschlagstelle in Hann. Münden auf die Weiterfahrt in Richtung Hamburger Hafen. Zwei Dampfüberhitzer der Firma Schmidtsche Schack (Arvos GmbH) sind zu einer Kohlevergasungsanlage in Jamnagar (Indien) unterwegs.

Gründe für die ungeplante Verzögerung sind ein Fehler bei der Verwiegung der Teile und ein Motorschaden am Binnenschiff MS Keisar. Der defekte E-Motor sei das geringere Übel, meint Maren Anacker, Projektmanagerin der Firma Schmidtsche Schack. Das Ersatzteil habe bestellt werden müssen, das Schiff sei nun repariert. Schwerwiegender sei das Problem, „dass bei der Probeverwiegung vor dem Transport offenbar ein falscher Wert ermittelt wurde“, so Anacker. Das Gewicht, das der von der Arvos GmbH beauftragte Transporteur ermittelt hatte, deckte sich nicht mit den Informationen des Binnenschiffers. „Eine Abweichung von 40 bis 50 Tonnen ist nicht in Ordnung.“

Da für dieses Gewicht der Wasserstand der Weser zu niedrig sei, um beide Teile auf ein Schiff zu verladen, werde nun ein zweites Binnenschiff, die MS Antilope, angefordert. Eigentlich würde nun bereits ein Seeschiff am Hamburger Hafen auf den Schwertransport warten. Es sei großes Glück, dass der Kunde aus Indien dort bislang kein Schiff abgestellt habe, sagt Anacker. „Sonst wäre uns durch die Verzögerung ein erheblicher finanzieller Schaden entstanden.“

Schwertransport von Lohfelden nach Indien 

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