Wasserschaden: Kita Ochshausen zieht in Bücherei

Das Kita-Café mit dem Büro im Hintergrund: Für den vorübergehenden Standort der Kita Ochshausen wurde die Vollmarshäuser Bücherei umgebaut.

Lohfelden. Kinderbetreuung, wo sonst Bücher stehen? Die Bücherei im Lohfeldener Ortsteil Vollmarshausen wurde jetzt komplett ausgeräumt - damit sich die Kita Ochshausen dort niederlassen kann.

Die Zweigstelle der Lohfeldener Schulbücherei wird ab Montag zur Kita: Für mehrere Monate werden die 65 Kinder der Kita aus dem Lohfeldener Ortsteil Ochshausen hier untergebracht. Grund für den Umzug ist ein Wasserschaden in den Räumlichkeiten der Kita in der Straße Am Wahlebach, der Ende April festgestellt wurde.

Sind bereit für den Umzug: Anina, Lena, Johanna und Jette durften mitentscheiden, welches Spielzeug sie beim Umzug mitnehmen und haben beim Einpacken der Kisten geholfen. Das Bild zeigt sie in der schon fast leer geräumten Kita Ochshausen. Fotos: Lischper

Es handle sich um einen Allmählichkeitsschaden, sagt Birgit Wissemann, stellvertretende Abteilungsleiterin der Hauptverwaltung, auf Nachfrage der HNA. Aus einem kleinen Loch in der Trinkwasserleitung sei Wasser ausgetreten und habe sich im Bereich der Küche und der Personaltoiletten bis in den Boden im Flur ausgebreitet. Die Räume seien zwar noch nutzbar. Weil im Sommer aber sowieso geplant war, für etwa 30 000 Euro drei zusätzliche Außentüren zu schaffen und die Kita zu renovieren, „macht das Sinn, es in einem Zug zu machen“, so Wissemann.

Wände wurden eingezogen

Für Erzieherinnen und Kinder bedeutete das: Sachen packen. Dem halboffenen Konzept der Einrichtung getreu, durften die Kinder mitentscheiden, welches Spielzeug sie mitnehmen wollen. „Die Kinder sind gewohnt mitzubestimmen, deshalb haben wir darüber im Stuhlkreis abgestimmt“, berichtet Kita-Leiterin Irina Brommer.

Auch wenn die Kinder jeden Morgen selbst entscheiden können, wo sie sich aufhalten wollen, sei es wichtig, auch in der vorübergehenden Herberge Räume für die einzelnen Gruppen und die neun U3-Kinder zu haben. Dazu hieß es: Bücher und Regale raus und Trockenbauwände rein. Sie sollen später wieder herausgerissen werden.

„Die Wände werden wir mit den Kindern selbst bemalen“, erzählt Brommer. Seit August 2015 erst leitet die 27-Jährige die Einrichtung - dass nun gleich ein Wasserschaden zum Umzug zwinge, sei eine Herausforderung.

Kinder freuen sich

Mithilfe des Kollegiums sei das aber machbar. Die Erzieherinnen richten in Teamarbeit die Kita her, „damit die Kinder am Montag ihre Sachen wiedererkennen“. Bedenken, dass diese Heimweh nach der gewohnten Räumlichkeit haben, deuten sich nicht an. „Wir freuen uns auf den Umzug, weil wir da unsere Freunde sehen“, sagt die fünfjährige Jette, denn der neue Standort grenzt an die Kita Vollmarshausen an. Von dort werden die Kinder dann auch mit Essen versorgt. Und auch der Außenbereich, der an die Bücherei grenzt, steht den Kindern der Kita Ochshausen offen.

Kita-Leiterin Brommer sieht in der Nähe zum Waldgebiet Heupel einen Vorteil: „Sonst müssen wir immer mit dem Bus dorthin fahren.“ Jetzt werden regelmäßige Waldwochen eingeführt.

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