Er will den Chefsessel: Uwe Jäger (SPD) kandidiert als Bürgermeister in Lohfelden

Ruhe vor dem Sturm: In seiner Freizeit liest Uwe Jäger gerne Biografien, Thriller und Sachbücher. Aber auch das Arbeiten an Haus und Hof gehört zu seinen bevorzugten Beschäftigungen. Foto:  Shuhaiber

Lohfelden. Noch wirkt Uwe Jäger entspannt, doch in den kommenden Wochen wird es für den 49-Jährigen alles andere als ruhig werden. Der gebürtige Lohfeldener will am 6. März zum neuen Bürgermeister gewählt werden.

Sollte sich der SPD-Mann durchsetzen und seinen Vorgänger und Parteigenossen Michael Reuter beerben, würde das Rathaus auch in den kommenden sechs Jahren fest in sozialdemokratischer Hand bleiben. Nachdem Reuter signalisiert hatte, keine weitere Periode im Amt zu bleiben, sei Jäger von Funktionsträgern der Lohfeldener SPD als Nachfolger forciert worden. „Ich wurde angesprochen, ob ich mir vorstellen kann, Bürgermeister zu werden“, erzählt er.

Jäger weiß, dass das Amt des Verwaltungschefs sehr zeitintensiv ist: „Die Entscheidung habe ich gemeinsam mit meiner Frau Ute getroffen, weil sie diese Entscheidung mittragen muss“, sagt der Diplom-Verwaltungswirt, der seit fünf Jahren im Prüfungsausschuss für Verwaltungsfachangestellte sitzt und seit 1999 als nebenamtlicher Dozent am Verwaltungsseminar Kassel tätig ist.

Uwe Jäger ist seit vielen Jahren in der Kommunalpolitik aktiv - 1987 trat er in den SPD-Ortsverein Lohfelden ein, seit 2001 ist er ehrenamtlicher Gemeindevertreter und seit 2011 Vorsitzender des Parlaments. Eine noch bürgernähere Verwaltung ist ihm besonders wichtig: „Lohfelden ist schon jetzt sehr gut aufgestellt, aber alles kann optimiert werden. Das muss aber mit dem Personal abgestimmt werden“, sagt der Fußballfan, der beim FSK Vollmarshausen und beim FSC Lohfelden viele Jahre aktiv war und noch heute regelmäßig die Spiele beider Vereine besucht.

Auch die extremen Verkehrsbelastungen in Ochshausen will Jäger im Blick behalten: „Ich bin mir nicht sicher, ob das Durchfahrtsverbot ausreicht, das muss weiter beobachtet werden.“ Als Vater von drei erwachsenen Kindern will Jäger die Kinder- und Jugendarbeit auf konstantem Niveau halten.

Barrierefreiheit wichtig

„Unsere Kitas sind gut aufgestellt, aber wir wissen auch, dass viele Berufstätige Bedarf an erweiterten Betreuungszeiten haben.“ Genauso wichtig ist für Jäger die Barrierefreiheit: „Wir brauchen mehr seniorengerechte Wohnungen, damit die Menschen auch im Alter in Lohfelden bleiben können“, lautet seine Forderung. Zwar baue der ASB derzeit 20 Wohnungen, es würden aber deutlich mehr Anmeldungen vorliegen. „Wenn es keine privaten Investoren gibt, muss die Gemeinde darüber nachdenken, selbst aktiv zu werden.“

Flüchtlinge möchte er indes nicht zum Wahlkampfthema machen. Akzente will der Verwaltungsfachmann anderweitig setzen: „Das was wir haben, wollen wir erhalten und ausbauen und zwar in allen Bereichen.“

HNA-Lesertreff: Bewerber stellen sich den Fragen

Bei einem HNA-Lesertreff am Mittwoch, 17. Februar, 19 Uhr, im Bürgerhaus Lohfelden, Lange Straße, stellen sich die Lohfeldener Bürgermeisterkandidaten Uwe Jäger (SPD) und Olaf Köhne (Grüne/unterstützt von den anderen Fraktionen) den Fragen der HNA-Redakteure Peter Ketteritzsch und Nicole Schippers. Aber auch das Publikum hat an diesem Abend Gelegenheit, den Bewerbern auf den Zahn zu fühlen. (ket)

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