Zweites Schiff angefordert: Bauteile aus Lohfelden warten noch an Weser

Ist bereit: Die MS Keisar.

Seit zwei Wochen warten zwei tonnenschwere Dampfüberhitzer der Kasseler Firma Schmidtsche Schack (Arvos GmbH) an der Weserumschlagstelle in Hann. Münden auf den Weitertransport.

Nach aktuellem Stand werden die Bauteile, die für eine  Kohlevergasungsanlage in Indien bestimmt sind, am Wochenende in den Hamburger Hafen verschifft, teilte Projektbetreuerin Maren Anacker auf HNA-Anfrage mit. Sie waren Anfang Mai per Lkw von Lohfelden an die Weser gebracht worden.

Einer der Dampfüberhitzer wurde bereits auf das Motorschiff MS Keisar verladen. Ein weiteres Binnenschiff, die MS Otrate, die nachträglich wegen eines Messfehlers nötig wurde, befand sich gestern in Holzminden und kommt abhängig vom Pegelstand voran. „Wir hoffen auf genügend Niederschlag, damit das Schiff am Samstag in Hann. Münden ist“, sagt Anacker. Ein Kran soll den für den Übersee-Transport konservierten Dampfüberhitzer auf das Schiff verladen.

Für den Weg zum Hamburger Hafen ist ein Pegelstand von 1,45 Metern notwendig, so Anacker. Sollte dieser nicht durch Niederschlag erreicht werden, müsse das Wasser- und Schifffahrtsamt Hann. Münden eine Extraladung Wasser durch die Edertalsperre lassen. Die MS Keisar könne bereits am Freitag nach Hamburg starten – dazu müsse allerdings gewährleistet sein, dass sich die beiden Schiffe auf ihrer Berg- und Talfahrt auf der Weser nicht an einer zu engen Stelle begegnen. Die durch die Verzögerung anfallenden Kosten fallen auf die zuständige Spedition zurück, sagt Anacker.

Sobald die Schiffe mit den Dampfüberhitzern in Hamburg angekommen sind, werde man dem indischen Kunden Bilder davon schicken. „Er hat bislang nichts von der Aktion mitbekommen.“

Schwertransport von Lohfelden nach Indien 

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