Lohfeldener Feuerwehr wirbt auf Facebook für die eigene Arbeit

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Im Internet aktiv: Kevin Jonson (von links) und seine Kameraden Benjamin Pezlar und Boris Fiegand kümmern sich um die Facebook-Seite der Wehr, die im Hintergrund zu sehen ist.

Lohfelden. Viele Freiwillige Feuerwehren - gerade in kleineren Gemeinden - haben in der Öffentlichkeit mit einem schlechten Ruf zu kämpfen. In Lohfelden geht man neue Wege.

Aus Unwissenheit werden die Brandschützer gern als Feiervolk oder trinkfreudiger Verein bezeichnet. Die Freiwillige Feuerwehr in Lohfelden hat durch ihre Öffentlichkeitsarbeit einen guten Weg gefunden, sich und ihre Arbeit den Bürgern vorzustellen.

Dabei spielt das soziale Netzwerk Facebook eine große Rolle. Neben Einsatzberichten gibt es dort neuerdings auch Steckbriefe der einzelnen Mitglieder und die Glosse „Louis Löschnix“ zu lesen. „Durch den stillen Alarm wissen manche Leute gar nicht, wie viele Einsätze wir tatsächlich haben“, sagt Boris Fiegand. Durch den ausführlichen Internetauftritt wollen die Brandschützer dies ändern.

Junge Leute werden erreicht 

Der Gemeindebrandinspektor Michael Kahl betont: „Hintergrund dieser Aktion ist, unsere Arbeit vorzustellen und den Menschen klarzumachen, dass wir alle freiwillig dabei sind und sonst normale Berufe haben.“ Durch das Internet erreiche man vor allem viele junge Leute, weiß Kahl und verrät, im vergangenen Jahr vier neue Mitglieder gewonnen zu haben, die durch die Öffentlichkeitsarbeit der Wehr aufmerksam geworden sind.

Für den Auftritt bei Facebook sind vor allem Benjamin Pezlar, Kevin Jonson und Boris Fiegand zuständig. Sie betreuen die Seite und schreiben dazu die passenden Texte. Nachdem sich das Team über alles Rechtliche informiert hatte, veröffentlichte Pezlar am 30. November 2014 den ersten Beitrag.

Anfangs seien es nur kurze Unfallberichte gewesen, sagen die drei Brandschützer. Im Laufe der Zeit hätten sie immer mehr Ideen verwirklicht und es seien laufend neue Informationen hinzugekommen. „Mittlerweile haben wir 500 Fans, die uns auf Facebook folgen“, sagt Boris Fiegand und freut sich, dass jede Woche neue hinzukommen.

Glosse ist sehr beliebt 

Besonders beliebt ist die Glosse des kleinen Feuerwehrmannes Louis Löschnix, die erstmals am 15. Oktober des vergangenen Jahres veröffentlicht wurde. Darin wird auf lustige Art und Weise die Arbeit der Wehr erklärt. Gern wird auch die Vorstellung der einzelnen Brandschützer gelesen.

„Die meisten Zugriffe hatte bisher der Steckbrief von Florian Knothe“, berichtet Pezlar. Mit 8000 Klicks und 103 „Gefällt mir“-Angaben sei die Resonanz bei ihm riesig gewesen. Derzeit wird an der Präsentation für den „Tag der offenen Tür“, der am 25. Juni stattfindet, gearbeitet, um die Menschen auch weiterhin auf dem Laufenden zu halten.

Sie sind nicht nervig 

Mit ihrer Facebook-Seite haben die Lohfeldener Brandschützer einen Weg gefunden, die Öffentlichkeit über ihre Arbeit zu informieren, ohne dabei nervig zu sein.

Kontakt: www.feuerwehr-lohfelden.de oder Michael Kahl (Gemeindebrandinspektor): Telefon 01 73/2 51 51 85, E-Mail: feuerwehr@lohfelden.de

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