Martinhagen: 66 000 Euro fließen in Sanierung des Innenraums

Geld für marode Kirche

Glücklich über die Förderung: Pfarrerin Cathrin Szameit zeigt die Innenschäden an der Martinhagener Kirche, die mithilfe des Kirchenerhaltungsfonds behoben werden können. Foto: Weber

Kassel/Schauenburg. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck hat ihre jährlichen Fördermittel beschlossen. Eine der geförderten Kirchen ist die Martinhagener Kirche.

„Der Kirchenerhaltungsfonds ist eine Geschichte von drei großen E: Einsatzbereitschaft, Einfallsreichtum und nicht zuletzt Ergebnis“, so Bischof Dr. Martin Hein bei der Übergabe der Bewilligungsbescheide. Er bedankte sich für das große Engagement der Kirchenvorstände, der Ehrenamtlichen und nicht zuletzt der Spender selbst. „Unterm Strich ist der Kirchenerhaltungsfonds ein viertes E: eine Erfolgsgeschichte“, schloss er seine Rede.

Diese Erfolgsgeschichte wurde auf der Verleihung mit Bildern und Videos der zahlreichen kreativen Aktionen der 14 geförderten Kirchen gefeiert.

2015 glänzte auch Pfarrerin Cathrin Szameit vom Pfarramt Breitenbach-Martinhagen durch Einfallsreichtum. Mit zahlreichen Projekten – einer Brotbackaktion, einem Sparschwein namens Kalle, das an die Gemeindehaushalte verteilt wurde, und einem Sponsoringspaziergang (wir berichteten) – konnten fast 33 000 Euro Spendengelder gewonnen werden. Die dank des Kirchenerhaltungsfonds verdoppelte Summe steht nun für die dringend notwendige Innenraumrenovierung der Martinhagener Kirche zur Verfügung. Damit ist sie 2016 das einzige Projekt im Landkreis Kassel, dem diese Förderung zuteil wird.

„Wir sind sehr dankbar und freuen uns auf unsere neue Kirche“, sagt Szameit glücklich auf der Verleihung.

Der Betrag durch den Fonds ist dabei nur ein Teil des Renovierungsplans. Das gesamte Bauvorhaben wurde vor fünf Jahren beschlossen und mit der Sanierung des Kirchturms begonnen. Fortgesetzt wird sie nun mit einer Dach- und Außenwandsanierung sowie zuletzt einer Innenraumrenovierung: „Die Schäden an der Wand müssen weg – und eine moderate Umgestaltung des Innenraums, das wäre auch schön“, meint Szameit. Insgesamt werden die Arbeiten circa 360 000 Euro kosten und bis Mitte 2017 andauern.

Eine Übergangslösung für Gottesdienste und Feierlichkeiten sei für diese Zeit noch nicht gefunden. „Das wird sich aber bald klären“, ist sich die Pfarrerin sicher. Der Fonds helfe schon sehr, drückt sie ihre große Dankbarkeit aus.

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