Beim Logistik-Spezialisten DB Schenker in Lohfelden arbeiten 272 Menschen

DB Schenker in Lohfelden: Mitarbeiterzahl verdoppelt

Lohfelden. In Zeiten der Globalisierung und des schnellen Auf und Ab der Konjunktur sind bei Unternehmen Flexibilität und ein kostengünstiges Transportsystem gefragt. Lager, die heute noch reichen, können morgen schon zu klein sein.

Und umgekehrt. Viele Unternehmen überließen daher zunehmend ihren Logistikbereich Spezialisten, sagt Klaus Heussner, Vertriebsleiter der Lohfeldener Niederlassung des international tätigen Logistikkonzerns DB Schenker.

Das Unternehmen profitiert vor allem am Standort Lohfelden von den rapide gewachsenen Warenströmen und den gestiegenen Anforderungen der Transport- und Lagerbranche. Vor 13 Jahren sei man noch mit 141 Mitarbeitern ausgekommen, sagt Geschäftsleiter Ulrich Meißner. Inzwischen habe sich die Belegschaft fast verdoppelt, auf 272 Beschäftigte, davon allein 31 Auszubildende.

Die Menge der rund um die Uhr umgeschlagenen und passgenau ausgelieferten Waren habe sich ähnlich rasant entwickelt, sagt Vertriebsleiter Heussner. Sie liege inzwischen bei rund 900 Tonnen täglich. Der Ausblick auf das nächste Jahr sei positiv, man rechne erneut mit steigenden Zahlen. Angaben zum Umsatz macht Heussner nicht.

Mit der Arbeit ist auch der Standort Lohfelden gewachsen. DB Schenker verfügt inzwischen laut Heussner über rund 80 000 Quadratmeter Lager- und Logistikflächen in der Region, darunter ein großes Lager für die Bundeswehr und den Solarspezialisten SMA in Kaufungen.

Der Büro- und Sozialtrakt ist für die gewachsene Belegschaft um 500 Quadratmeter erweitert worden.

Obwohl die Niederlassung das Transportgeschäft von Land-, See- und Luftfracht in alle Welt abwickelt, ist sie in der Region stark verwurzelt. Im Umkreis von gut 100 Kilometern zähle man knapp 1000 Kunden, berichtet Heussner. Zu ihnen gehören beispielsweise Bombardier und die Warburger Farben- und Deko-Firma Brauns-Heitmann.

Während einer Feierstunde im Lohfeldener „Löwenhof“ mit 150 Gästen aus der Branche und der Politik zum Abschluss der Erweiterung des Logistik-Terminals lobte der Vorstandsvorsitzende der Schenker Deutschland AG, Dr. Hansjörg Rodi, die Arbeit der Lohfeldener. Die Region bilde die „Schnittstelle der Verkehrsströme in Deutschland“, diesen Standortvorteil wolle man „nutzen und hier weiter wachsen“, sagte Rodi.

Regionalmanager Holger Schach sagte, Schenker sei ein wichtiger Partner im Logistiknetzwerk Nordhessens, der das regionale Projekt Movinet mitgegründet und sich auch an der europäischen Initiative Smart Mobility beteilige.