Klimakonzept: Gemeinde rüstet Straßenbeleuchtung für 166.000 Euro auf LED um

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Neue Lampe: Michael Marhofer befestigt eine neue LED-Lampe.

Ahnatal. Etwas für den Klimaschutz unternehmen und gleichzeitig versuchen, das Haushaltsdefizit zu senken - für die Gemeinde Ahnatal ist dies kein Widerspruch.

Derzeit wird die Straßenbeleuchtung auf LED-Beleuchtung umgerüstet. Insgesamt 500 Quecksilberdampflampen werden ersetzt.

„Pro Tag wechsle ich rund 20 Lampen. Einerseits sparen LED-Lampen bei gleicher Lichtintensität Strom und zugleich ist die Umstellung notwendig, da es ab nächstem Jahr keine Quecksilberdampflampen mehr im Verkauf gibt“, erläutert Michael Marhofer vom Bauhof das Projekt.

Auch die Wartungsarbeiten würden mit der Umstellung verringert. Statt der bisherigen 8000 Betriebsstunden, die die alten Lampen schaffen, erreichen die neuen LEDs 50.000 Betriebsstunden.

Vor allem aber macht sich die Umstellung im Energieverbrauch bemerkbar. Die Quecksilberdampflampen hatten zwischen 80 und 160 Watt, die LEDs bringen es proStück auf 20 Watt. Damit können 239.500 Kilowattstunden Strom pro Jahr eingespart werden.

Dies sind umgerechnet 56.000 Euro, die pro Jahr weniger ausgegeben werden müssen, sagt der Bürgermeister. Die Umstellung auf LED-Beleuchtung ist im Klimakonzept der Gemeinde verankert. Mit der Umstellung können pro Jahr 2862 Tonnen CO2 eingespart werden.

Bereits im vergangenen Jahr wurden 640 LEDs montiert. Die Umrüstung der weiteren 500 Lampen kostete die Gemeinde nun knapp 166.000 Euro, von denen rund 42.000 Euro durch den Bund bezuschusst wurden. Die verbleibenden 560 Lampen der insgesamt 1700 Ahnataler Straßenlaternen sollen bei einer geeigneten Förderung im nächsten Jahr oder über die nächsten Jahre verteilt ersetzt werden. Die Natriumdampflampen, die die Hauptstraßen säumen, hatte man bereits 2012 von 70-Watt-Leistung auf 50-Watt-Leistung reduziert.

Nachts ausschalten

Weitere Energie soll die Kommune nach einem Beschluss der Gemeindevertretung dadurch einsparen, dass die Straßenlaternen in Ahnatal künftig nachts von 1 bis 4.30 Uhr abgeschaltet werden. Wie dies technisch umgesetzt werden kann, musste geprüft werden. Denn sollen die Hauptstraßen durchgehend beleuchtet bleiben und entlang der anderen Fahrbahnen die Lichter zeitweise ausgehen, könnte dies mit weiteren Kosten verbunden sein.

Daher steht das Thema erneut auf der Tagesordnung der Gemeindevertretersitzung am heutigen Donnerstag, 13. Juni. „Spätestens bis Ende Juni soll die Maßnahme aber umgesetzt sein“, betont Bürgermeister Michael Aufenanger.

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