Flächen sind begehrt

60 Grundstücke in Nieste könnten bebaut werden - Eigentümer sollen verkaufen

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Kann erst bebaut werden, wenn innerorts die Lücken gefüllt sind: Die Fläche oberhalb der Firma Wema könnte ein neues Baugebiet in Nieste werden.

Nieste. Die Baugrundstücke in der Gemeinde Nieste sind begehrt. Vor allem junge Familien zieht es in den östlichgelegensten Ort des Landkreises Kassel, sagt Bürgermeister Edgar Paul (SPD).

Sein Problem: Weil noch bis 2025 das Dorfentwicklungsprogramm läuft, können keine neuen Baugebiete ausgewiesen werden. Demnach gilt es, erst einmal alle bestehenden Lücken im Ort zu füllen.

Platz für junge Familien

Um Platz - vor allem für junge Familien - zu schaffen, hatte die Gemeinde zuletzt 2015 eine Werbeoffensive unter privaten Grundstücksbesitzern gestartet, um sie zu motivieren, an Bauwillige zu verkaufen. „Manche Grundstückseigentümer nutzen die Wiese vor ihrem Haus lieber als Pferdekoppel, als die Fläche zu verkaufen“, so Paul. Er sei jedoch auch hinterher, die Lücken zu schließen.

60 freie Flächen im Ort

Das würde sich schließlich auch positiv auf den Gemeindehaushalt auswirken. Hatte er 2015 noch 70 Flächen ausgemacht, die sich als Bauland eignen würden, so beziffert er diese nun auf 60.

Das Baugebiet Valtensbreite sei voll ausgereizt: Innerhalb von drei Jahren waren 58 Grundstücke verkauft worden - was Paul unter anderem mit der guten Lage der Gemeinde und dem neuen Nahversorgungszentrum an der Kaufunger Straße begründet. Schließlich sorge auch das Angebot zum Beispiel in der Jugendpflege dafür, dass der Ort vor allem unter jungen Familien beliebt sei. „Es hätte trotzdem keiner damit gerechnet, dass die Bauplätze so schnell weg sind“, so Paul.

Ein neues Baugebiet könnte die Fläche oberhalb der Gewürzfabrik Wema sein. Diese Fläche könne man aber erst in Angriff nehmen, wenn das Dorfentwicklungsprogramm abgeschlossen beziehungsweise die Lücken im Ort geschlossen seien.

Grundstück ist wertvoll 

Wie schnell sich die 60 Lücken im Ort füllen lassen, hänge auch von der Lebenssituation der Bürger ab. So würden manche Bürger auch ein Grundstück aufbewahren, auf dem später einmal ihre Kinder bauen könnten. „Ein Grundstück verliert nicht an Wert“, merkt der Rathauschef an. Da überlege man schon dreimal, bevor man ein Grundstück verkauft.

Er sei mit Interessenten im Gespräch, fertige mit dem Kreisbauamt und der Naturschutzbehörde Protokolle an. „Im Moment läuft es ganz vernünftig.“ Sein Ziel ist es, in den kommenden zwei bis drei Jahren etwa 30 Grundstücke bebauen zu lassen. Und: Zwar stünden anders als in anderen Kommunen nicht viele Häuser leer - was aber noch verfügbar sei, müsse an den Mann gebracht werden.

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