Nach Unfall  in Nieste: „Besondere Aufmerksamkeit erforderlich“

Bei Dunkelheit gefährlich: Straße zwischen zwei Parkplätzen hat keine Beleuchtung. Foto: Schürgels

Nieste. Fußgänger am Straßenübergang auf der Kreisstraße 6 sind im Dunkeln kaum zu sehen. Am Samstag wurde ein Fußgänger dort lebensgefährlich verletzt. Doch ein Unfallschwerpunkt ist diese Stelle nicht.

Seit sechs Jahren können Besucher der Königsalm oder der angrenzenden Waldgebiete ihre Fahrzeuge auf zwei Parkplätzen entlang der Kreisstraßen 4 und 6 abstellen. Die Überquerung der Straße ist über einen Übergang mit Insel in der Straßenmitte möglich. Gerade an dieser Stelle ist hohe Aufmerksamkeit geboten, vor allem in der Dunkelheit.

Am vergangenen Samstag wurde ein 57 Jahre alter Mann bei einem Verkehrsunfall an diesem Übergang lebensgefährlich verletzt. Wie die Polizei mitteilte, wechselte der Mann die Straße und stieß mit einem Auto zusammen. Bei Regen und Dunkelheit versuchte der Autofahrer noch auszuweichen, doch der Zusammenstoß konnte nicht mehr verhindert werden. Nach Auskunft der Polizei ist noch nicht eindeutig geklärt, wer die Schuld an dem Unfall trägt, die Ermittlungen laufen noch. Der Fußgänger liegt mit schweren Kopfverletzungen im Krankenhaus.

„Kein Unfallschwerpunkt“ 

Gerade wenn es jetzt früh dunkel wird, kann es zu brenzligen Situationen kommen. Denn eine Beleuchtung an dem Übergang und an der Bushaltestelle gibt es nicht. Polizeisprecher Torsten Werner sieht an der Stelle keinen erhöhten Gefahrenpunkt: „Einen Unfallschwerpunkt an dieser Stelle konnten wir in der Vergangenheit nicht erkennen“, sagte er auf HNA-Anfrage.

Auch Harald Kühlborn, Pressesprecher des Landkreises Kassel sieht an der Kreisstraße 6 keine akute Gefahrenstelle: „Der Busparkplatz wurde 2010 von der Gemeinde angelegt, und in dem Zusammenhang haben Fachleute der Polizei und Hessen Mobil zusammengesessen und den jetzigen Übergang für ausreichend befunden“, sagte er. „Gerade in der Dunkelheit ist besondere Aufmerksamkeit bei allen Verkehrsteilnehmern geboten“, fügte er hinzu. Ob sich die Situation an dem Straßenübergang in Zukunft ändern wird, könne man zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Dafür gebe es dann auch formale Verfahren, sagte Kühlborn weiter.

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