Verteilerkasten bleibt vorerst stehen

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Streitgegenstand: Der Verteilerkasten der Telekom vor der Mauer an der Kirche St. Anna sorgt für Unmut bei Niestes Bürgermeister Edgar Paul.

Nieste. Das Tauziehen um die Versetzung des Verteilerkastens vom Kirchplatz in Nieste geht weiter. Hohe Kosten sollen der Grund sein, warum der Kasten dort noch immer steht. 

Mit einem öffentlichkeitswirksamen Protest unter dem Motto „Hier schläft die Telekom!“ hat Niestes Bürgermeister Edgar Paul vor einem Monat den Anstoß für die Beseitigung eines lästigen Stolpersteins auf dem neu gestalteten Kirchplatz geben wollen: Der hässliche Verteilerkasten der Telekom, der ursprünglich an der diesem Platz gewichenen alten Scheune stand, soll weg.

Doch genützt hat das kaum etwas: Bis auf Weiteres werden Kirchgänger und Passanten, die auf dem Vorplatz der St.-Anna-Kirche auf den dortigen Bänken rasten wollen, den Kasten im Blick haben. Seine Verlegung scheitert offensichtlich an den Kosten.

Es habe „ein sehr konstruktives Gespräch“ mit der Gemeinde Nieste stattgefunden, heißt es vonseiten der Telekom-Pressestelle. Man sei übereingekommen, den Kasten erst mal stehen zu lassen. Laut Telekom wollen weder Nieste noch das Unternehmen selbst die Umsetzungskosten übernehmen. Diese belaufen sich nach dem Angebot der Telekom auf 20 000 Euro. Man hoffe nun, dass der Kasten im Zuge des Breitbandausbaus für schnelles Internet an die Kirchenmauer versetzt werden könne, sagt Helmut Lippert von der Gemeindeverwaltung.

Beginn noch offen

Wann und ob das möglich sein wird, steht derzeit in den Sternen. Denn nicht die Telekom baut das Internet in Nieste aus, sondern die Breitband Nordhessen. Das ist eine Gesellschaft, die von fünf Landkreisen – darunter dem Landkreis Kassel – getragen wird. Man werde „warten“, bis feststehe, wo diese Gesellschaft ihre Kabelverzweiger aufstellen werde und dann prüfen, ob eine Verlegung des eigenen Kabelkastens in Betracht komme, heißt es von der Telekom. Ob die Breitbandverkabelung noch dieses oder erst nächstes Jahr in Nieste beginnt, ist aber offen. Man sei noch in der Planung, teilt die Pressestelle von Breitband Nordhessen mit. Im Übrigen sehe man nicht, was dieses Projekt mit der Umsetzung eines Telekom-Kastens zu tun habe.

Am Ende bleibt Nieste laut Telekom vielleicht nur eine Lösung „light“: Sollte Breitband Nordhessen keine Verteiler in der Nähe bauen, werde man prüfen, ob wenigstens Sockel und Gehäuse des Kastens ausgetauscht werden können. Dieser sei tatsächlich „sehr unansehnlich“, räumt das Unternehmen ein.

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