Gut Windhausen

Belastung des Trinkwassers: Keime geben weiterhin Rätsel auf

Problemgebiet: Die gut 20 Bewohner des Guts Windhausen müssen ihr Trinkwasser bis auf Weiteres abkochen. Woher die Belastung mit Keimen rührt, ist noch immer ungeklärt. In der Bildmitte ist Schloss Windhausen zu sehen. Foto: Schachtschneider/Charterflug Knabe

Niestetal. Der Zustand des Trinkwassers für die Bewohner des Guts Windhausen bei Heiligenrode gibt weiter Rätsel auf.

Zwar wurden in den zuletzt genommenen Proben nach Auskunft von Claus Mattersberger von der Gemeindeverwaltung „keine gesundheitsgefährdenden Fäkalkeime“ mehr gefunden. Aber: Die Keimzahl sei gleichwohl erhöht. Mattersberger gegenüber der HNA: „Es besteht hier weiterer Handlungsbedarf.“

Die Förderpumpe des Hochbehälters Windhausen, ist - anders als zunächst angenommen - nicht die Quelle für die Verunreinigung. Nach Einschätzung der Gemeinde ist vielmehr die Pumpe selbst durch verunreinigtes Wasser kontaminiert worden. Das Teil soll nun ausgetauscht werden. Davon verspreche man sich „dauerhaft Abhilfe“. So schnell wird dies allerdings wohl nicht geschehen. Der Grund: Nach Angaben der Gemeindeverwaltung ist die Lieferzeit für die Ersatzpumpe länger als erwartet.

Die Techniker hofften nun, dass die Pumpe im Lauf der kommenden Woche ersetzt werden kann, sagte Rathaussprecherin Heike Pflüger am Mittwoch auf HNA-Anfrage.

Das Ausgangsproblem ist damit aber nicht gelöst: Bislang ist es laut Mattersberger nämlich nicht gelungen, die mikrobiologische Verunreinigung des Trinkwassers zu beseitigen. Und das, obwohl der Hochbehälter nach Angaben der Gemeinde komplett gereinigt, die Rohre gespült wurden und Chlor zum Einsatz kam.

Bis das Problem endgültig gelöst ist, müssen die Menschen auf Gut Windhausen das Trinkwasser weiterhin abkochen. Das hat das Gesundheitsamt den gut 20 Bewohnern mitgeteilt. Besonders für Bewohner mit kleinen Kindern sei die Situation belastend, sagte Gutsbesitzer Erich Schaumburg am Mittwoch auf Anfrage. Bei seiner Familie sei der Mineralwasserverbrauch in die Höhe geschnellt, berichtete der Landwirt.

Unterdessen konnte laut Gemeinde auch die Ursache für die Keimbelastung des Trinkwassers im Ortsteil Heiligenrode bislang nicht abschließend geklärt werden.

Wie berichtet, waren in einer von Anfang Juli stammenden Wasserprobe Darmbakterien gefunden worden. Das Problem ist aber mittlerweile gelöst, das Wasser laut Gemeinde wieder einwandfrei.

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