Bürgermeister zu SMA-Krise: „Folgen für Niestetal jetzt nicht absehbar“

Andreas Siebert

Niestetal. Die Folgen des massiven Arbeitsplatzabbaus bei SMA für die Gemeinde Niestetal sind laut Bürgermeister Andreas Siebert „aufgrund der Informationslage zurzeit nicht abschätzbar".

Auf HNA-Anfrage sprach der Verwaltungschef am Dienstag von einer „unerfreulichen Nachricht für den Wirtschaftsstandort Nordhessen“, vor allem aber für die betroffenen Mitarbeiter.

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Er habe aber Verständnis für die „jetzt notwendigen Entscheidungen der Unternehmensleitung“. Siebert stellte im HNA-Gespräch klar, dass er den Fortbestand des Solartechnikherstellers nicht infrage stellt. Die Gemeinde Niestetal hatte ab Ende 2007 die Voraussetzungen für die rasante Ausdehnung von SMA geschaffen. Laut Siebert investierte die Kommune allein 35 Millionen Euro in die Erschließung des Gewerbegebiets Sandershäuser Berg. Dort errichtete SMA ein Servicecenter. Die Pläne für eine weitere Fabrik an dem Standort legte die Firma ad acta. Ein 13 Hektar großes Areal liegt seither brach. Der Niedergang von SMA bescherte der 10.500-Einwohner-Gemeinde erhebliche finanzielle Probleme.

Von Peter Ketteritzsch

SMA: Die Geschichte des Unternehmens in Bildern

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