Entwarnung für Niestetal-Heiligenrode: Keine Keime mehr im Wasser

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Niestetal. Das Trinkwasser in Niestetal-Heiligenrode muss nicht mehr abgekocht werden. Im Wasser haben keine Keime mehr nachgewiesen werden können, teilte die Gemeinde mit.

Am Montagmorgen hat die Gemeinde Niestetal das Abkochgebot für den Ortsteil Heiligenrode wieder aufgehoben. Es war am Samstag, 2. Juli, verhängt worden, weil man bei einer Untersuchung des Trinkwassers schädliche Keime, sogenannte Enterokokken, gefunden hatte. Die Untersuchung wiederum war wegen Arbeiten am Leitungsnetz nötig geworden.

Bürgermeister Andreas Siebert ist erleichtert: „Die Proben haben gezeigt, dass wir keine mikrobiologische Verunreinigung mehr im Wasser haben.“ Um das zu erreichen, hatte die Gemeinde seit Samstag das Wassernetz gechlort - vom Gemeindewerk oberhalb des Friedhofs bis zum Wasserhahn der Heiligenröder Haushalte. Man werde weiterhin chloren, so Siebert. Für die Zubereitung von Babynahrung sei das Wasser deshalb nach wie vor nicht geeignet.

Flugblätter informieren

Hauptsache sei nun erst einmal, dass die Menschen ihr Wasser vor dem Kochen, Zähneputzen und Trinken nun nicht mehr abkochen müssten, sagt der Rathauschef. Man wolle nun schnell die betroffenen Haushalte informieren – neben dem Rundfunk und der Zeitung werden die Bürger über Flugblätter informiert. „Der Störungsplan für die Trinkwasserversorgung gibt vor, dass Handzettel verteilt werden“, merkt Siebert an, der von diesem Weg der Informationsweitergabe überzeugt ist.

Einzelne HNA-Leser beklagten sich gegenüber unserer Zeitung dennoch über falschen Umgang mit der sensiblen Information. „Die meisten Bürger haben aus der HNA darüber erfahren, einige wenige hatten eine Nachricht im Briefkasten“, schrieb ein Bürger, der seinen Namen nicht nennen wollte.

Man habe sich ordnungsgemäß verhalten, antwortete der Rathauschef auf Nachfrage der HNA. „Wir haben mit 40 Leuten Zettel im Ort verteilt. Wenn mir jemand einen Vorschlag macht, wie man besser informieren kann, der kann sich gern melden.“ Bauamtsleiter Peter Lieder brachte die Variante ins Spiel, mit einem Lautsprecherwagen durch den Ort zu fahren.

Die Nachfrage eines Niestetalers, ob die Verunreinigung des Wassers mit der im Naturerlebnisbad Sandershausen in Zusammenhang stehe (HNA berichtete), tut der Bürgermeister ab. Das sei ein anderer Ortsteil und habe mit den Bakterien im Trinkwasser nichts zu tun.

Zur Ursache der Verunreinigung des Trinkwassers könne man nichts Genaues sagen. Weiterhin werde vermutet, dass beim Auswechseln eines Probenentnahmehahns die Bakterien ins Netz gekommen seien, so Lieder. Siebert merkt an, dass vorsorglich einer der beiden Brunnen vom Netz genommen wurde. Dessen Wasser sei getrübt gewesen. Lieder erklärte das mit der Reinigung des Entsäuerungsbehälters am Freitag. „Eventuell kam dadurch die Trübung des Brunnenwassers zustande.“ (ali)

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