Erdkabel entlang der A7 wird Umspannwerk mit Kassel verbinden

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Ordentlich gebuddelt wird gerade in Sandershausen nahe dem alten Umspannwerk Ysenburgstraße (Hintergrund). An dieser Stelle wird die Kabeltrasse, die später Kassel mit Strom versorgen wird, unter der A7 hindurch verlegt.

Kreis Kassel/Niestetal. Kräftig gebuddelt wird derzeit am Umspannwerk Ysenburgstraße in Niestetal-Sandershausen. Genau zwischen A 7 und Hannoverscher Straße wird eine Kabeltrasse für die neue Stromversorgung Kassels vorbereitet.

„Wir verlegen hier über zwei Kilometer Länge zunächst ein Schutzrohr“, sagt Ingo Pijanka, Sprecher der Städtischen Werke. Dieses Schutzrohr verbinde das noch im Bau befindliche Umspannwerk am Sanderhäuser Berg mit dem Kontaktpunkt für das Kasseler Stromnetz im alten Umspannwerk Ysenburgstraße. Durch dieses Schutzrohr werde dann später ein 110-Kilovolt-Kabel für die Stromversorgung Kassels gezogen.

Der Bau sei schon relativ weit fortgeschritten. Weite Teile des Schutzrohres seien bereits parallel zur A 7 direkt an der Ostseite verlegt worden. Aktuell werde das Schutzrohr etwa in Höhe des SMA-Werkes am Sandershäuser Berg mit dem sogenannten Spühlbohrverfahren unterirdisch unter die A 7 hindurch auf die Sandershäuser Seite zum alten Umspannwerk verlegt. „Dieses Verfahren erspart eine Großbaustelle auf der Autobahn“, sagt Pijanka.

Wegen neuer Bestimmungen sei das Kabel unterirdisch verlegt worden. „Dafür wird die alte Tennet-220-Kilovolt-Überlandleitung auf der Westseite der Autobahn komplett abgebaut“, sagt Pijanka. Die alte Avacon-Eon-110-Kilovolt-Überlandleitung gleich daneben bliebe erhalten.

Tatsächlich soll das neue Umspannwerk am Sandershäuser Berg noch in diesem Jahr fertig werden. Der Standort ist gut gewählt: Er liegt direkt an der sogenannten Wahle-Mecklar-Trasse, jener Tennet-Überlandleitung, die 380-Kilovolt-Hochspannungsstrom von Wahle bei Braunschweig bis nach Mecklar bei Bad Hersfeld transportiert.

Herzstück des 13 Millionen Euro teuren Umspannwerkes, das von den Städtischen Werken Netz & Service gebaut wird, ist ein 400 Tonnen schwerer Transformator, der noch im Sommer aus der Schweiz über die A 7 angeliefert werden soll. Der Trafo werde noch gebaut. Auch liefe noch das Genehmigungsverfahren für den Transport. „Bei dem 400-Tonnen-Trafo wird es sich wohl um den spektakulärsten Schwertransport der vergangenen Jahre handeln“, sagt Pijanka.

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