Vorhaben in Niestetal: Bauunternehmer bleibt gelassen

Luxusvilla in Heiligenrode: Noch bis zum Sommer soll weitergebaut werden

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Langsam geht es voran: Nach gut anderthalb Jahren Bauzeit nimmt die Luxusvilla am Fasanenweg in Niestetal-Heiligenrode Form an. Der Beton-Koloss ist schon von weit her zu sehen, hoch prangt er über dem Niestetal. Autofahrer, die die Niestetalstraße (L 3237) in Richtung Kassel benutzen, können den Koloss links am Hang besonders gut sehen.

Niestetal. Seit bald anderthalb Jahren wird inzwischen an einer Villa am Fasanenweg in Niestetal-Heiligenrode gebaut. Der Bauunternehmer sieht das gelassen: Er baue, wenn er eben Geld zur Hand habe.

Die Immobilie im postmodernen Stil mit Beton-Arkade und Säuleneingang ist ein Hingucker in der Siedlung, nicht zuletzt, weil sie sich deutlich von den Häusern der angrenzenden Siedlung aus den 1970er-Jahren unterscheidet. Nicht wenige Nachbarn empfinden das als störend. Auch fragen sie sich, wann das Gebäude fertig wird.

Im Sommer 2015 hatte die HNA zuletzt über die Verzögerungen beim Bau berichtet. Seither ist der Rohbau verputzt worden, auch sind nun Fenster und Türen eingebaut. Die sind zwar noch von innen mit Folie verklebt – sichern aber jetzt den Bau vor unbefugtem Zutritt durch Kinder ab. Einen Bauzaun gibt es nach wie vor nicht.

Was bei Anwohnern Kopfschütteln auslöst, ist für Bauunternehmer Mehmet Süngü normal. Zehn Baustellen gleichzeitig habe er zu betreuen, als Alleinunternehmer keine leichte Aufgabe. Er baue, wenn er Geld zur Hand habe. Die Aufnahme von hohen Krediten sei ihm ein Dorn im Auge. „Lieber spiele ich auf sicher – und dann dauert eben alles ein bisschen länger“, sagt er.

Aktualisiert um 13.50 Uhr.

Aktuell sei am Fasanenweg der Innenausbau an der Reihe. Dafür hat Süngü Kleinunternehmer beauftragt. „Bis zum Sommer ist alles fertig“, sagt er. Im Juli 2015 hatte Süngü noch den Jahreswechsel anvisiert.

Süngü versteht die Aufregung der Nachbarn nicht. Alles, was er macht, sei in Ordnung, sagt er. Dass am Fasanenweg alles korrekt liefe, bestätigte unlängst auch Niestetals Bauamtsleiter Peter Lieder. Weder in Sachen Baustil noch Baudauer gebe es gesetzliche Vorschriften. Süngü erfülle alles, was im Bebauungsplan stehe, hieß es.

Verkauft hat Süngü das Objekt noch nicht. Er hat weder eine Vorstellung vom Verkaufspreis noch einen Interessenten. „Mal schauen, was ich mache“, sagt er, „vielleicht vermiete ich, vielleicht ziehe ich selbst ein.“ Über die bisherigen Investitionen will Süngü nicht sprechen.

Rund 200 Quadratmeter Wohnfläche wird die Villa am Ende haben, dazu eine große Terrasse und einen Pool.

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