Nach Großbrand: Getränkemarkt in Sandershausen nimmt Form an

Spätestens im Mai fertig: So wird der neue Getränkemarkt an der Hannoverschen Straße in Sandershausen aussehen. Foto: HNA-Repro

Niestetal. Große Fortschritte macht der Neubau des Edeka-Getränkemarktes an der Hannoverschen Straße in Sandershausen.

Nachdem das Gebäude am 14. April vollständig abgebrannt war und daraufhin im Juli abgerissen wurde, wird seit etwa vier Wochen ein komplett neuer Markt gebaut. Der Rohbau ist bereits weit vorangeschritten. Angelika Arndt, Bauherrin und Geschäftsführerin der Degenhardt-Vermögensverwaltung, rechnet damit, das Gebäude Ende April, spätestens aber Anfang Mai schlüsselfertig an Edeka-Geschäftsführer Michael Kiesling übergeben zu können.

750 Quadratmeter Verkaufsfläche 

Das Gebäude wird mit 1100 Quadratmetern Grundfläche und 750 Quadratmetern Verkaufsfläche minimal größer ausfallen als der Vorgängerbau. Über die Kosten wollen Arndt und Kiesling noch nicht sprechen. Es handele sich um einen Versicherungsfall, bei dem die Kostenzuordnung noch nicht klar sei, sagt Kiesling. Die Abwicklung liefe aber auf Hochtouren. Nach HNA-Informationen beläuft sich der Schaden auf etwa 700.000 bis 800.000 Euro.

Alle Mitarbeiter bleiben 

Schon stehen die ersten Wände des neuen Getränkemarktes: Bauherrin Angelika Arndt und Marktleiter Michael Kiesling sind froh über den schnellen Baufortschritt. Foto: Naumann

Aktuell ist der Getränke- markt auf nur 290 Quadratmetern in einem Container-Provisorium direkt vor dem Edeka-Haupthaus an der Hannoverschen Straße untergebracht. „Wir mussten unser Sortiment verkleinern, um kein Platzproblem zu kriegen“, sagt Kiesling. Die Kunden jedoch zeigten Verständnis. „Sie sind dankbar, dass nach dem Brand überhaupt noch Getränke angeboten werden.“ Kiesling ist froh, dass er bislang keinem der acht Getränkemarkt-Mitarbeiter kündigen musste. „Auch das deckt die Versicherung ab, die betroffenen Kollegen müssen sich keine Sorgen machen.“

Bei dem Großbrand am 14. April war das Feuer von einer benachbarten Kfz-Werkstatt ausgegangen. Es explodierten mehrere Gasflaschen, es verbrannten Lacke und Öle, Plastikteile verschmorten. Der Betreiber war nicht versichert. Die Werkstatt und der unmittelbar angrenzende Getränkemarkt wurden *völlig zerstört, ein benachbartes Wohnhaus in großen Teilen. Das nur wenige Meter entfernte Heizöl-Lager der Firma Degenhardt war vom Feuer verschont geblieben.

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