Parlament entscheidet über 6,24 Millionen Euro

Niestetal: Am Donnerstag geht’s ums Geld fürs neue Hallenbad

Niestetal. Zwei Monate nach dem Votum der Niestetaler für den Bau eines neuen Hallenbads steht morgen ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Verwirklichung des Projekts an.

Während der Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstag werden die Abgeordneten den Wirtschaftsplan für die Gemeindewerke verabschieden. Darin sind die Baukosten von 6,24 Millionen Euro enthalten - verteilt auf drei Jahre.

Der Bau des Hallenbads, der auf einer Wiese zwischen dem Gemeindezentrum und der Autobahn 7 entstehen soll, wird demnach unter der Regie des gemeindlichen Eigenbetriebs stattfinden. Das erklärte Kämmereileiter Dennis Bachmann auf HNA-Anfrage. Das Millionenobjekt, für das bei dem Bürgerentscheid am 8. November 81,2 Prozent der Beteiligten votierten, wird demnach nicht im allgemeinen Etat der Gemeinde auftauchen.

Unter dem Dach des bislang für die Wasser- und Energieversorgung zuständigen Gemeindewerks soll laut Bachmann ein eigener Zweig für den Bäderbetrieb eingerichtet werden. Nach dem zu erwartenden positiven Ergebnis der Abstimmung am Donnerstag (für ein Ja reicht die absolute Mehrheit der SPD im Parlament) ist die Kommunalaufsicht beim Landkreis Kassel am Zuge. Erst wenn diese den Haushalt und den Wirtschaftsplan genehmigt, können erste Summen für die Bäderplanung ausgegeben werden.

Im Idealfall könne im Frühjahr ein Grobentwurf für die Ermittlung der Kosten vorgelegt werden, sagte Kämmereileiter Bachmann. Noch offen ist derzeit, wer bei der Umsetzung der Pläne als Partner der Gemeinde infrage kommt.

Als heißer Anwärter für den Auftrag wird die Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH (KVV) gehandelt. Die Holding betreibt über die Städtischen Werke Kassel auch die Bäder der Fuldastadt und zeichnete unter anderem für den Neubau des Auebads verantwortlich.

Zwischen der Gemeinde Niestetal und der KVV gab es bereits vor Jahren intensive Kontakte. Weil das Wichtelbrunnenbad in Sandershausen bereits Mitte der 2000er-Jahre technisch marode war, hatten Bürgermeister Andreas Siebert und Kassels damaliger Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel (beide SPD) Gespräche über den Bau eines gemeinsamen Hallenbades für Niestetal und die Fuldastadt geführt.

Am Ende entschied man sich in Kassel aber für den Neubau unter städtischer Regie. Eine Stellungnahme zu den Chancen der KVV ist aus dem Niestetaler Rathaus allerdings nicht zu bekommen.

Schon klarer sieht man in der Verwaltung dagegen bei dem Zeitplan. Wie Bauamtsleiter Peter Lieder auf Anfrage dieser Zeitung erklärte, wird er wahrscheinlich wie folgt aussehen:

2016: Ausschreibungen und Planung

2017: Baubeginn

2017 / 18: Errichtung des Hallenbads

2019: Eröffnung.

Die Gemeindevertretung von Niestetal tagt am Donnerstag, 14. Januar, ab 20 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses, Heiligenröder Straße 70. 

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