Nur Sandershausen drin 

Niestetaler Ortsteil erhält Städtebauförderung, Heiligenrode nicht

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Soll von Förderung profitieren: Der Bereich um die Kirche in Sandershausen gehört zu dem ausgewählten Gebiet. 

Niestetal. Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht für Niestetal. Die gute: Die rund 11 000 Einwohner zählende Gemeinde bekommt erstmals seit zehn Jahren wieder Geld aus dem Förderprogramm „Stadtumbau in Hessen“.

Die schlechte: Obwohl sich die Gemeinde mit so genannten Quartierskonzepten für die beiden Ortsteile Sandershausen und Heiligenrode beworben hatte, kommt nur Sandershausen zum Zuge.

So viel Geld gibt es

Das Konzept für Heiligenrode konnte im Hessischen Umweltministerium, das über die Förderung entscheidet, offenbar nicht überzeugen. „Wir bemühen uns darum, dass künftig auch Heiligenrode berücksichtigt wird“, sagte Verwaltungssprecherin Heike Pflüger am Freitag auf HNA-Anfrage.

Bund und Land stellen für den Ortsteil im ersten Jahr insgesamt 69 000 Euro zur Verfügung. Die Gemeinde steuert ihrerseits 41 000 Euro bei, so dass sich die erste Finanzspritze auf 110 000 Euro summiert. Das Förderprogramm „Stadtumbau in Hessen“ läuft über zehn Jahre. Niestetal hat für diesen Zeitraum einen Bedarf von über sieben Millionen Euro angemeldet.

Das Ziel der Gemeinde

Ziel der Kommune sei es, mit dem Geld die umfassende und nachhaltige Sanierung von Gebäuden - privaten wie öffentlichen - zu unterstützen, so Bauamtsleiter Peter Lieder. Arno Scheer, Klimaschutzmanager der Gemeinde, rechnet nach der Aufnahme von Sandershausen in das Programm mit einem „steigenden Beratungsinteresse auf Seiten der Immobilienbesitzer“.

Das Sanierungsgebiet

Nicht alle Hauseigentümer in Sandershausen werden von dem Programm profitieren. Der Grund: Die Verwaltung setzt laut Scheer nicht auf das Gießkannenprinzip, sondern will ein Sanierungsgebiet definieren. Im Blick sind dabei die Bereiche Alter Mühlgraben und Kirchplatz/Kirchumfeld. Die Entscheidung soll Ende 2016 fallen.

www.niestetal.de


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