Sandershausen: Jungs suchen Sponsoren für Flüchtlingsprojekt

Machen sich gemeinsam stark für Flüchtlinge: Max Berthold (links) und Nick Spangenberg. Foto: Hofmann

Niestetal. Die Abkürzung #LBSFF steht für „Longboardstunde für Flüchtlinge“, und genau das ist es, was sich zwei Sandershäuser Jungs für Sonntag, 22. Mai, vorgenommen haben.

#LBSFF ist ein Hashtag, ein Stichwort mit dem man sozialen Medien durchsuchen kann. Noch ist er weitestgehend unbekannt, doch das soll sich dank der Youtube-Kanäle „DerEckard“ und „BoarderTV!!!“ schon bald ändern. Hinter den Internetnamen verbergen sich die 13-jährigen Nick Spangenberg und Max Berthold, hinter dem Hashtag die Veranstaltung, mit der die sportbegeisterten Freunde nicht nur die Herzen ihrer Internetfangemeinden, sondern auch die von in der Region untergebrachten Flüchtlingen erobern wollen.

Fleißig am Organisieren

Während ihre Klassenkameraden freie Nachmittage mit Computerspielen und Sport verbringen, sind Nick und Max fleißig am Organisieren und Werbetrommelrühren. „Wir fahren oft zusammen Longboard, tauschen uns dabei über die aktuelle Flüchtlingspolitik aus, für die wir uns beide interessieren“, sagt Nick und hält es für das Selbstverständlichste der Welt, sich für die heimatlosen Menschen stark zu machen. Es stinke ihm nämlich gewaltig, dass die in Deutschland nicht immer mit offenen Arme empfangen würden. „Viele sagen, Flüchtlinge seien total doof, die meisten aber haben noch nie wirklich einen kennengelernt.“

Interview mit einem Flüchtling

Nick hingegen schon. Im Rahmen eines Schulreferates hatte er die Chance, einen Flüchtlingsjungen aus Pakistan interviewen zu dürfen. „Flüchtlinge sind Menschen wie du und ich, viele sind noch dazu einfach nur lieb“, sagt er und freut sich, dass sein Kumpel das genau so sieht. „Manche unserer Mitschüler finden gar nicht gut, was wir jetzt machen“, bedauert Max, andere wiederum fänden es „total cool“ und wollten dabei sein, wenn in zehn Tagen die Longboardstunde auf dem Mehrzweckplatz in unmittelbarer Nähe der Sandershäuser Flüchtlingsunterkunft startet.

Hoffen auf Spenden

Bis dahin haben Nick und Max sich noch viel vorgenommen, die Suche nach Sponsoren und Unterstützern etwa. „Einige Longboards bekommen wir von einem Kasseler Geschäft gestellt, doch die reichen uns nicht“, sagt Max, der nun auf viele Spenden hofft, um weitere Boards kaufen zu können. Die wollen sie natürlich nicht behalten, sondern nach der Veranstaltung dem Flüchtlingsheim zur Verfügung zu stellen. Wenn sich dann noch der ein oder andere Sponsor für Essen und Getränke finden würde, wäre für die engagierten Jungs alles perfekt. Auch dabei haben sie an alles gedacht und auf ihren Plakaten und Flyern bereits Platz für die Logos möglicher Unterstützer geschaffen.

Kontakt: Per E-Mail an nick.spangenberg@gmx.de sowie telefonisch unter 05543-1516. Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, 22. Mai, um 12 Uhr auf dem Mehrzweckplatz in Niestetal-Sandershausen.

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