Umsatz stieg aber deutlich

SMA schließt seine Fabriken in den USA und in Südafrika

Kassel. Der Niestetaler Solartechnik-Hersteller SMA schließt überraschend seine Produktionsstandorte in Denver in den USA und Kapstadt in Südafrika.

Außerdem will das Unternehmen seine Bahntechniksparte verkaufen. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag bei Vorlage der Halbjahreszahlen mit.

Aktualisiert um 15.19 Uhr

Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon begründete die Schließung der Fertigungsstandorte in Übersee mit dem starken Preisdruck in der Branche infolge des Wettbewerbsdrucks aus Fernost. In China seien die Ausbauziele drastisch nach unten korrigiert worden, wodurch heimische Solartechnik-Hersteller mit ihren großen Überkapazitäten verstärkt in die Auslandsmärkte drängten. Von der Schließung des US-Werks mit seinen gut 300 Beschäftigten profitieren die Standorte in Kassel und Niestetal. „Dadurch können wir unsere heimischen Fertigungskapazitäten besser auslasten und erzielen dadurch eine Senkung der Stückkosten“, erklärte Urbon im Gespräch mit der HNA.

Für die Bahntechniksparte mit ihren 165 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 25 Millionen Euro gebe es mehrere Interessenten. Ziel des geplanten Verkaufs sei der Erhalt der Arbeitsplätze und des Standorts. Als Grund für den Verkauf nannte Urbon die geringe Größe der Sparte.

Um in den großen Märkten Asiens sowie Nord- und Südamerikas Fuß zu fassen, brauche man einen starken internationalen Vertrieb. „Dafür ist unsere Bahntechnik zu klein“, sagte der Vorstandssprecher.     

Unterdessen hat sich SMA im ersten Halbjahr in einem schwierigen Marktumfeld besser geschlagen als seine Wettbewerber. Der Umsatz legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um gut 15 Prozent auf 494,1 Mio. Euro zu. Unterm Strich blieben 19,4 Mio. Euro Gewinn nach einem Verlust von 21,4 Mio. Euro im Vorjahr. An der Jahresprognose von bis zu 1,05 Mrd. Euro Umsatz sowie 80 bis 120 Mio. Euro Vorsteuergewinn hält SMA fest.

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