Modernes Haus für alte Menschen

Seniorenzentrum in Niestetal fast fertig

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Von außen schon fast fertig: Das Senioren- und Pflegezentrum wurde „Haus Sandershausen“ getauft. Es bietet Platz für bis zu 75 ältere Menschen ab 65 Jahren. Ein weiteres Gebäude befindet sich noch in der Planung.

Niestetal. Bis der erste Bewohner mit Hut und Koffer das neue Seniorenzentrum in Niestetal-Sandershausen betritt, wird es nicht mehr lange dauern.

Schon in der ersten Oktoberwoche könnte es so weit sein und das Haus am Kreuzweg, das Platz für bis zu 75 Senioren bietet, wird eröffnet.

„Wir befinden uns auf der Zielgeraden“, sagt Wolfgang Ecker, Geschäftsführer des Internationalen Bildungs- und Sozialwerks (int-bsw) mit Sitz in Iserlohn. Die Endverhandlungen über Pflegesätze und Investitionen seien fast abgeschlossen, es fehle nur noch der Abschluss des Versorgungsvertrags. Im Moment arbeiten Handwerker an den letzten Feinheiten, Möbel werden angeliefert, ausgepackt und am Freitag abgenommen. Im Garten wird noch Gras gesät und der Weg vervollständigt, der um das Haus herumführt. „Dann kommt noch das Deko-Team aus Iserlohn und sorgt dafür, dass die Wände im Haus nicht mehr so kahl sind.“

Wolfgang Ecker

Der zukünftige Einrichtungsleiter Roberto Imbraguglia ist bereits seit 1. September im Dienst. „Es ist schön zu sehen, wie sich das Haus entwickelt hat.“ Zuletzt arbeitete der gelernte Krankenpfleger aus Kassel als Einrichtungsleiter in Thüringen, jetzt ist er einer von etwa 70 neuen Mitarbeitern des Wohnheims, darunter erfahrene Pflegekräfte, aber auch Berufsanfänger. Gemäß dem Konzept des Unternehmens werden auch die Küche und die Reinigung von eigenem Personal betreut. Je nach Auslastung des Heims werden nach Bedarf zusätzliche Kräfte eingestellt, so Ecker.

Und der Bedarf scheint groß zu sein: „Die Liste der Interessenten ist lang“, sagt Ecker. Die meisten kommen aus Niestetal und Kassel. Derzeit telefoniere man viel, bespreche Einzugsmodalitäten. Schließlich müssten die Senioren vor dem Einzug in das neue Haus ja erst einmal ihre eigene Wohnung auflösen. Belegt werden soll zunächst der Mitteltrakt im ersten Geschoss. Das sei am sinnvollsten, denn hier befinde sich auch die Verwaltung. Die weiteren Wohnbereiche werden sich nach und nach mit Bewohnern füllen.

Zweites Gebäude geplant

Parallel zur Fertigstellung des Seniorenzentrums befindet sich das Sozialwerk in der Planung des zweiten Bauabschnitts. Entgegen letzten Informationen der HNA, dass auf dem Grundstück nebenan eine Einrichtung entstehen soll, in der junge Pflegebedürftige ab 18 Jahren betreut werden sollen, geht Ecker jetzt einen Schritt zurück: „Es ist noch keine Unterschrift geleistet worden und es herrscht noch reichlich Abstimmungsbedarf.“

Kreissprecher Harald Kühlborn bestätigt auf HNA-Anfrage, der zweite Bauabschnitt werde noch mit den beteiligten Stellen diskutiert. Das fast fertige Altenzentrum sei angesichts langer Wartelisten für Pflegeplätze ein guter Impuls – weiteren Bedarf sehe er im Landkreis zum Beispiel im Bereich stationärer Hospize.

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