Verlust um ein Drittel

SMA-Aktie fällt und fällt

Niestetal. Die Aktie von SMA aus Niestetal ist seit Monaten im Sinkflug und liegt derzeit bei etwa 28,37 Euro. Das Online-Börsenblatt ariva.de hat einen Verlust von einem Drittel des Aktien-Wertes seit August ausgemacht.

„Dabei hat sich das im TecDAX gelistete Unternehmen im operativen Bereich eigentlich gut entwickelt“, schreibt ariva.de. Das Unternehmen selbst dürfe die Aktienentwicklung nicht kommentieren, sagte eine Sprecherin auf Anfrage der HNA.

Auf der Internetseite des Solartechnikherstellers SMA ist die Entwicklung des Aktienkurses nachvollziehbar. Während das Papier im April und im Juni 2016 noch knapp über der 50 Euro-Marke lag, geht es seit Anfang August steil bergab. „Der starke Kurseinbruch mag mit Blick auf die Halbjahreszahlen überraschen, denn der operative Aufwärtstrend von SMA Solar hat sich durchaus fortgesetzt“, heißt es bei dem Börsenmagazin aktien-global.de. Im ersten Halbjahr 2016 hatte SMA den Umsatz auf 494,1 Mio. Euro gesteigert, Anfang 2015 lag der Umsatz bei 429,3 Mio. Euro. Das operative Ergebnis ist von Minus 14,9 Millionen zum Jahresbeginn 2015 auf 39,3 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2016 gestiegen.

"Starker Konkurrenzkampf"

Mit dem Einbruch der Aktie im August gingen wichtige Ankündigungen beim Unternehmen einher. Der Vorstand hatte zu dieser Zeit angekündigt, Produktions-, Service- und Vertriebs-Standorte „zu konsolidieren“. Demnach wird Ende des Jahres der Produktionsstandort in Denver in den USA geschlossen, 280 Vollzeitstellen fallen dadurch weg. Der Standort in Kapstadt, Südafrika, soll im Jahr 2017 dicht gemacht werden. Mit den „nachhaltigen Kostenreduktionen“ soll dem „zunehmenden Preisdruck“ in der Branche begegnet werden, die Wettbewerbsfähigkeit soll wieder steigen, hieß es beim Niestetaler Unternehmen.

Angekündigt wurden im August auch neue Produktlösungen. Auf den Aktienkurs hatten diese Nachrichten aber keine positiven Auswirkungen. Das Börsenmagazin ariva.de sieht einen „starken Konkurrenzkampf innerhalb der Solarbranche“, der SMA Sorgen bereite. Durch die Schließung der Standorte in den USA und in Südafrika „dürfte es zu einer deutlichen Belastung des Ergebnisses kommen“.

In den vergangenen drei Jahren gab es immer wieder deutliche Abstürze der SMA-Wertpapiere. Am tiefsten fiel der Wert Ende Januar 2015, damals war die Aktie nur noch knapp über zehn Euro wert. Kurz darauf stieg die Aktie wieder deutlich an bis auf 55,17 Euro kurz vor Weihnachten 2015.

Info: Die Aktienkurse des Unternehmens lassen sich verfolgen auf der Internetseite www.sma.de im Bereich Investor Relations.

Rubriklistenbild: © Hedler

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