Unternehmen fährt in Gewinnzone und erhöht Prognose

Neue Zahlen: SMA nicht mehr in der Krise

Niestetal. Der Niestetaler Solartechnik-Hersteller SMA hat die schwere Krise endgültig überwunden, schreibt das erste Mal seit fast drei Jahren schwarze Zahlen.

Außerdem erhöht er Umsatz- und Ergebnisprognose. Damit ist das Unternehmen gut ein Jahr früher in die Gewinnzone gefahren als im Sommer erwartet.

Aktualisiert um 16.20 Uhr

Wie SMA AG am Donnerstag mitteilte, erzielte sie in den ersten neun Monaten ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 3,4 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum stand hier noch das Rekordminus von 72,7 Mio. Euro. Wegen hoher Abfindungen steht aber unterm Strich ein Minus von 13,7 Mio. Euro nach 54,1 Mio. im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr erwarten die Niestetaler nunmehr einen Umsatz von 925 bis 975 Mio. Euro sowie ein Ebit von zehn bis 30 Mio. Euro. Bislang galt die erst unlängst erhöhte Prognose von bis zu 900 Mio. Umsatz und maximal zehn Mio. Ebit.

Grund für die überraschend positive Entwicklung sind vor allem die Auslandsgeschäfte, die SMA in den ersten drei Quartalen den Löwenanteil am Umsatz von fast 700 Mio. Euro einbrachten – gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von 27 Prozent.

Richtig gut für SMA läuft es derzeit in Nordamerika, Australien, Japan und Großbritannien. „SMA ist hervorragend positioniert, um von dem für 2016 erwarteten globalen Nachfrage-Anstieg zu profitieren“, erklärte SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon. Unterdessen ist der sozialverträgliche Abbau von 1200 Vollzeitstellen im Inland weit fortgeschritten. 950 davon sind bereits gestrichen. Derzeit beschäftigt SMA 3600 Mitarbeiter, davon 2350 in Niestetal und Kassel.

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