SMA will auf riesiger Brache bauen: Fabrik für E-Autohersteller Tesla?

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Kooperiert mit SMA: Der Elektroauto-Hersteller Tesla, hier sein Modell S.

Niestetal. Der Solartechnikhersteller SMA wird die riesige Brache neben seinem Servicecenter im Gewerbegebiet Sandershäuser Berg bei Niestetal wahrscheinlich nun doch bebauen.

Für das 13 Hektar (gut 17 Fußballfelder) große, seit Jahren voll erschlossene Areal soll demnächst eine Projektplanung anlaufen. Das bestätigte Unternehmenssprecherin Susanne Henkel am Montag auf HNA-Anfrage.

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Auf dem Gelände werde sich „mittelfristig“ etwas tun, sagte sie. Ob die Fläche, die aufwendig begradigt wurde, vollständig genutzt wird, ließ Henkel offen. Auch zu der Frage, ob am Sandershäuser Berg, wie ursprünglich geplant, eine neue Produktionsstätte des Unternehmens errichtet werden soll, äußerte sich die Sprecherin nicht. Fest stehe, dass SMA die Gewerbefläche selbst nutzen werde. Ein Verkauf sei kein Thema, erklärte Henkel. In Branchenkreisen wird derweil darüber spekuliert, ob die Aktivitäten mit der Kooperation in Verbindung stehen könnten, die SMA Anfang dieses Jahres mit dem Elektroauto-Hersteller Tesla eingegangen ist.

Wie berichtet, haben die Niestetaler spezielle, auf die Belange des amerikanischen Herstellers zugeschnittene Wechselrichter entwickelt. Die Geräte ermöglichen es, Solarstrom in stationären Batterien daheim zu speichern. SMA-Vorstandschef Pierre-Pascal Urbon geht davon aus, dass Tesla die neue Speichertechnik zu einem Massenmarkt machen wird.

In den vergangenen Jahren hatte es wiederholt Forderungen gegeben, SMA möge die Brachfläche am Sandershäuser Berg veräußern. So appellierte die Niestetaler CDU im Mai 2013 an die Firma, das als Sahnestück geltende Gelände an der Autobahn 7 zu verkaufen. Hintergrund der Forderung mitten in der SMA-Krise: Eine oder mehrere andere Firmen würden durch eine Ansiedlung dafür sorgen, dass dringend benötigte Gewerbesteuerzahlungen in die Kasse der von der Solarkrise schwer gebeutelten Gemeinde Niestetal fließen.

Das Gewerbegebiet war auf Wunsch von SMA in Rekordzeit erschlossen worden, und zwar für rund 45 Millionen Euro. Der Solartechnikhersteller plante zwei Fabriken - entstanden ist eine. Außerdem betreibt das Unternehmen am Sandershäuser Berg eine Fotovoltaik-Freilandanlage.

Auch für die zweite, weitaus kleinere Brache von SMA zeichnet sich eine Nutzung ab. Laut Sprecherin Henkel plant das Unternehmen auf einem 2000 Quadratmeter großen Grundstück an der Hannoverschen Straße/Ecke Sonnenallee in Sandershausen ein „Demonstrationshaus“, in dem Anwendungen zum Energiemanagement und zur Elektromobilität veranschaulicht werden sollen. Das neue Gebäude wird an der Zufahrt zur SMA-Zentrale entstehen. Das Unternehmen hatte das leer stehende Autohaus nebst Grundstück im Herbst 2013 gekauft.

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