Niestetal setzt weiter auf Digitalisierung

Stand Rede und Antwort: Bürgermeister Andreas Siebert (SPD) informierte, unterstützt von Vertretern der Verwaltung, über aktuelle kommunalpolitische Themen. Foto: Konrad

Nur 30 Besucher ließen sich bei Bürgerversammlung informieren

Niestetal. Etwa 30 Besucher nahmen am Mittwoch an einer Bürgerversammlung im Niestetaler Rathaus teil. Zu Beginn der neuen Legislaturperiode gab Bürgermeister Andreas Siebert (SPD) einen Überblick über Themen der aktuellen Kommunalpolitik.

RATHAUS

Im Zuge der Digitalisierung versendet die Gemeinde einen Großteil des postalischen Briefverkehrs auf dem elektronischen Postweg (E-Post). Menschen mit E-Post-Adresse erhalten laut Siebert ihre Rathaus-Post jetzt digital, diejenigen ohne E-Post-Adresse aber weiter in Papierform. Außerdem hat die Gemeinde für eine Probezeit seit Mittwoch ein Selbstbedienungsterminal für das Passamt angeschafft. Der Automat kann die biometrischen Merkmale „Foto, Unterschrift und Fingerabdrücke“ für die Beantragung oder Verlängerung von Personalausweisen und Reisepässen erfassen. Innerhalb der kommenden zwei Jahre werden in allen Niestetaler Haushalten die Wasserzähler gegen neue Zähler ausgetauscht, die den Verbrauch per Ultraschall erfassen und diesen am Jahresende automatisch übermitteln.

KINDERGÄRTEN

Aufgrund einer steigenden Zahl von Zuzügen von Familien mit Kindern im Kindergartenalter sollen jeweils eine Zusatzgruppe in den Kindergärten Regenbogen und Sternschnuppe in Heiligenrode und Sandershausen eingerichtet werden. Die entsprechenden Änderungen der Betriebserlaubnisse beim zuständigen Träger der Jugendhilfe seien beantragt, sagte Siebert.

MEHRZWECKHALLE

Die Mehrzweckhalle wird in den kommenden Jahren nach und nach saniert. Die Erneuerung der Toilettenanlagen und des Foyers hat bereits begonnen. Im kommenden Jahr sollen der Hallenboden und der Prallschutz an den Wänden folgen.

STRASSENBAU

Im Zuge des Kanalbaus und der Straßenerneuerung ist die Hannoversche Straße im Ortsteil Sandershausen derzeit halbseitig gesperrt. Wartezeiten an den Ampeln von sechs Minuten stellen die Geduld der Autofahrer auf eine harte Geduldsprobe. Siebert kündigte an, Hessen Mobil wolle die Arbeiten bis Ende des Jahres abschließen. Eine einseitige Öffnung des Obelwegs für Autos zur Entlastung der Situation ist nach den Angaben des Bürgermeisters aus Gründen der Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer nicht möglich. Der Endausbau der Straßen im Baugebiet „Am Eichenberg“ ist für den Herbst dieses Jahres geplant.

FINANZEN

Für den aktuellen Haushaltsplan sowie für den Planungszeitraum bis 2019 geht der Gemeindechef von jährlichen Fehlbeträgen von etwa zwei Millionen aus. Die Fehlbeträge seit 2012 könne man durch das Aufzehren von Überschüssen aus den Vorjahren ausgleichen. Der Abschluss für 2014 ist noch nicht geprüft. Es zeichne sich aber ab, dass der Fehlbetrag von 2,8 Millionen Euro durch Einsparungen und eine günstige wirtschaftliche Entwicklung auf eine Million Euro reduziert werden könne sowie der geplante Verlust von 2,6 Millionen Euro für das vergangene Jahr auf 1,8 Millionen.

Von Mirko Konrad

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