Nur noch halbe Pfarrstelle für Kirchengemeinde Fuldabrück

Jan-Daniel Setzer Fotos: Wohlgehagen

Fuldabrück. Vor fast einem Jahr verließ Pfarrer Dr. Freimut Schirrmacher Denn-/Dittershausen und gab seine Pfarrstelle in der evangelischen Kirchengemeinde Fuldabrück auf, um die Leitung des Fröbel-Seminars in Kassel zu übernehmen.

Die Vertretung wird seitdem von Pfarrer Uwe Krause aus Edermünde wahr genommen.

Ging man zunächst noch von einer kurzfristigen Neubesetzung der Pfarrstelle aus, gestaltete sich dies dann doch schwieriger als erwartet. Dennoch setzte sich der Fuldabrücker Kirchenvorstand mit allen ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten für die Erhaltung der Pfarrstelle in gewohntem Umfang ein, erklärte Kirchenvorstandsmitglied Volker Nägel unserer Zeitung.

Der Umfang einer Pfarrstelle errechne sich allerdings aus der Zahl der Gemeindemitglieder, sagt Nägel weiter. Und die für eine volle Stelle erforderliche Zahl sei in Fulda-brück nicht mehr gegeben. Erschwerend hinzu kämen die Sparmaßnahmen der Landeskirche, die einen Stellenabbau sowie die Schaffung von Kooperationsräumen - mehrere Pfarrer arbeiten gemeinsam in mehreren Gemeinden - vorsähen, so Nägel weiter.

„Wir blicken auf eine gute Zusammenarbeit beider Kirchengemeinden im Gesamtverband Dörnhagen/ Fulda-brück zurück.“

Wie der Dekan des Kirchenkreises Melsungen, Norbert Mecke, erklärte, liegt die letzte Entscheidung beim Bischof. Der ordnete mit Wirkung zum 1. April einen Zusammenschluss der Gemeinden Fulda- brück und Dörnhagen zu einem Kirchspiel mit insgesamt 1,5 Pfarrstellen an. Die Stelle in Fuldabrück wird mit einer halben Stelle ausgeschrieben, sodass voraussichtlich ab Juni oder Juli mit einer Wiederbesetzung zu rechnen ist.

Pfarrer Jan-Daniel Setzer soll mit einer Viertelstelle im Bereich der Kirchengemeinde Fuldabrück mitarbeiten, für Dörnhagen bleibt eine Dreiviertelstelle seiner Arbeitskraft. Da die Verpflichtung zur Nutzung der Dienstwohnung in Fuldabrück entfällt, bleibt die Zukunft des Pfarrhauses in der Parkstraße offen.

„Die anstehenden Veränderungen werden in beiden Gemeinden spürbar sein. Aber ich denke, dass ein Zusammenwachsen gelingen kann“, sagt Pfarrer Jan-Daniel Setzer, der seit Mai die Konfirmanden aus Dörnhagen und Fulda-brück gemeinsam unterrichtet. Und er fährt fort: „Wir blicken auf eine gute Zusammenarbeit beider Kirchengemeinden im Gesamtverband Dörnhagen / Fuldabrück zurück, die nun durch das neue Kirchspiel einen erweiterten Rahmen erhält.“

Erfolgreiche Projekte

Seit Jahrzehnten bewährt ist die Kooperation beim MSHD, der durch seinen Fahrdienst die Mobilität älterer Gemeindemitglieder gewährleistet, sowie der Kinder- und Jugendarbeit. Weitere Beispiele für erfolgreiche Gemeinschaftsprojekte beider Kirchengemeinden sind der Gemeindebrief „Bei Uns“ sowie die kirchenmusikalische Arbeit des Posaunenchores.

„Ich hoffe, dass wir als Kirche die Potenziale unserer Kirchengemeinde bündeln können und in aller Veränderung das Neue als Chance begreifen“, sagt Jan-Daniel Setzer.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Klärung offener Fragen bieten Gemeindeversammlungen in beiden Ortschaften, die zeitnah vorgesehen sind.

Von Sabine Büntig

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