Ökumenisches Forum: Eine Plattform für frische Ideen

Ideenschmiede: Bernd Mai (von links), Franz Jordan, Pfarrer Wilfried Ullrich und Annette Justen gehören zum Mitarbeiterteam des neu gegründeten Ökumenischen Forums Kammerberg. Weitere Mitstreiter, Ideen und Themen sind willkommen.

Ahnatal. Das neu gegründete Ökumenische Forum am Kammerberg bietet vielfältige Projekte an. Neue Ideen und Mitstreiter sind willkommen.

„Wer kümmert sich um den Milchreis?“, ruft Bernd Mai. Er geht in die Küche des Ökumenischen Zentrums am Kammerberg und schaut in die Töpfe, die auf dem Herd stehen. „Jetzt noch keiner, aber in fünf Minuten“, antwortet Franz Jordan, der gerade Äpfel kleinschneidet. Die zwei gehören zu den „Piraten der Küche“, die sich in diesem Monat zum ersten Mal zum gemeinsamen Kochen getroffen haben.

Die Piraten der Küche sind eines der Projekte, zu denen das neu gegründete Ökumenische Forum Kammerberg einlädt. Die Idee stammt von Bernd Mai von der evangelischen Kirchengemeinde Kammerberg, der gemeinsam mit Franz Jordan (katholische Pfarrgemeinde Herz Mariä) schon länger überlegt hat, ein solches Forum ins Leben zu rufen. „Es soll eine Plattform sein, unserem christlichen Glauben in der Öffentlichkeit einen angemessenen Raum zu geben“, sagt Mai.

Mehrere Angebote geplant 

Einen festen Mitarbeiterkreis gibt es dabei nicht. „Das Forum ist ein offener Raum, zu dem alle Menschen kommen können; wo sie ihre Ideen und Talente einbringen können“, erklärt Wilfried Ullrich, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde.

Unter dem Dach des Ökumenischen Forums sollen Ideen für Veranstaltungen und Projekte gesammelt und umgesetzt werden. Mehrere Angebote sind bereits geplant. So soll es unter anderem einen „Literatalk“ geben, bei dem Bücher vorgestellt und von den Besuchern besprochen werden. Angedacht ist zudem ein „Wintermärchen“, ein gemütlicher Abend für die ganze Familie mit Märchenerzählerin, Punsch und mehr.

Ganz aktuell ist die Einladung des Forums zu einer Infoveranstaltung mit dem Titel „Begegnung mit dem Islam in unserer Region“.

Die Angebote richten sich in erster Linie an Erwachsene und sollen laut Mai „die große Breite christlichen Lebens zwischen Kochen und Gottesdienst“ zeigen. Offen sind sie dabei aber ausdrücklich für alle Menschen, auch für die, die keiner christlichen Kirchengemeinde angehören.

Kreis seit Ende der 1970er

Koordiniert werden die Veranstaltungen vom ökumenischen Mitarbeiterkreis des Kammerbergs, der sich etwa vier Mal pro Jahr trifft. Der Mitarbeiterkreis besteht seit Ende der 1970er-Jahre und stimmt auch die kontinuierlichen Angebote der ökumenischen Arbeit ab (wie gemeinsame Gottesdienste) sowie die ökumenische Arbeit mit Kindern.

Das Forum sei so etwas wie „der ausführende Arm des Gesprächskreises“, erklärt Pfarrer Ullrich.

Dass die ökumenische Arbeit am Kammerberg eine Selbstverständlichkeit ist, darin sind sich die Mitstreiter des Forums einig. „Ich finde es schön, nach außen offen zu sein. Ich bin immer wieder fasziniert, dass das geht, dass Leute da sind und mitmachen“, sagt Annette Justen von der evangelischen Kirchengemeinde. Franz Jordan betont: „Wir arbeiten seit über 30 Jahren zusammen. Da ist es wichtig, dass immer wieder neue Impulse kommen und wir uns für Ideen öffnen. Dieses Lebendige, Spannende finde ich gut. Wir müssen uns immer wieder auf neue Herausforderungen einstellen.“ Kontakt: Wer Ideen einbringen möchte, ist beim Ökumenischen Forum Kammerberg willkommen. Das Mitarbeiterteam trifft sich etwa einmal pro Monat.

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