Poetry Slam in Baunatal: Dichtkunst mit Wutgeschrei

Wutgeschrei: Lafayette Dorschner war bereits zum vierten Mal beim Bauna-Slam dabei. Er belegte den zweiten Platz. Fotos: T. Hartung

Baunatal. Wutgeschrei und jämmerliches Wehklagen gehören genauso zum Slammen wie derbe Sprüche und leidvolle Liebesbekundungen. Die ganze Bandbreite des modernen Dichtens wurde im Jugendzentrum Second Home beim vierten Bauna-Slam deutlich.

Rund 70 junge Gäste waren gekommen und lauschten der Dichtkunst der zwölf Teilnehmer, die in drei Vorrunden gegeneinander antraten. Im Finale hatten es die Zuschauer in der Hand, den Sieger - per Applaus-Lautstärke - zu ermitteln.

Ob tiefgründige Gedanken, die eigene Meinung oder lustige Geschichten aus dem eigenen Alltag - beim Slammen ist alles erlaubt. Als Teilnehmer Lafayette Dorschner (24) aus Baunatal mit seinem Stück „Der Feind in unserer Mitte“ auf der Bühne stand, zuckten die Zuhörer an manchen Stellen zusammen. Teile seines Textes schrie er so laut, dass es im Mikrofon vibrierte.

Eine Liebesnacht

Gisela Paulus aus Malsfeld hingegen hauchte ihr Gedicht teilweise ins Mikro. In ihrem Stück „Im Luftschloss der Hoffnungen“ beschreibt sie schonungslos detailliert eine Liebesnacht, die für ihn mit großen Gefühlen nichts zu tun hat, sie sich hingegen mehr als nur diese Nacht erhofft. Außerdem gab es unter anderem noch Gedichte von einem missglückten Blind Date, vom Glücklichsein und von Existenzängsten.

Am Ende gewann „Marc mit C“ aus Düsseldorf mit seinem „Text über Texte“. Den zweiten Platz belegte Lafayette Dorschner (Baunatal) gefolgt von Sophia Liberis (Kassel).

Organisiert wurde der Bauna-Slam von Joki Keilen, die die Veranstaltung auch mitmoderierte. Kontakt: Baunaslam@web.de

Von Tina Hartung

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