Zustellung von Briefen und Paketen

Post setzt ab Herbst in Nordhessen Elektrofahrzeuge ein

Elektroflotte: Ab Herbst dieses Jahres setzt die Post in Nord- und Osthessen 81 Zustellfahrzeuge mit alternativem Antrieb ein. Foto: 

Baunatal/Fuldatal/Kassel. Wenn bei der Deutschen Post demnächst im großen Stil das Zeitalter des Elektroantriebs beginnt, dann zählt der Raum Kassel zu den Pionierregionen: Ab Herbst werden in Baunatal, Fuldatal und Kassel Zustellfahrzeuge mit dem alternativen Antrieb im Einsatz sein.

Wie die Post am Freitag mitteilte, ist außerdem vorgesehen, in Hofgeismar, Schwalmstadt, Bad Wildungen, Neukirchen, Naumburg, Sontra, Homberg und Wabern Briefe und Pakete mit dem so genannten Streetscooter auszuliefern. Laut Post-Sprecher Thomas Kutsch werden in Nord- und Osthessen insgesamt 81 der gemeinsam mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen entwickelten Transporter auf die Straße gebracht.

Vorausgegangen waren mehrjährige Tests: Nachdem der Prototyp 2012 erprobt und Ausstattung, Ladekapazität und Sicherheitsstandards als geeignet eingestuft wurde, setzte der gelbe Riese seit Anfang 2014 insgesamt 150 Vorserienfahrzeuge in verschiedenen Zustellstützpunkten ein. Laut Kutsch sind inzwischen 500 E-Fahrzeuge auf der Straße. Bis Ende 2016 sollen 2000 Streetscooter vom Band rollen.

Maximal 80 Kilometer Reichweite

Die E-Zustellfahrzeuge sind mit Lithium-Ionen-Batterien ausgestattet. Mit einer Ladung können sie maximal 80 Kilometer weit fahren. Die Batterien werden nach den Zustelltouren über Nacht aufgeladen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 80 Kilometer pro Stunde. Im ostwestfälischen Warburg, das zur Post-Niederlassung Kassel gehört, sind bereits zwei Streetscooter im Einsatz. Sie lösen Dieselfahrzeuge wie VW-Caddy und Renault Kangoo ab. Das E-Auto, das 4,64 Meter lang und 2,03 Meter hoch ist, kann eine Nutzlast von 650 Kilogramm transportieren. Der Aufbau aus Aluminium und glasfaserverstärktem Kunststoff stammt vom Kasseler Autozulieferer Bode.

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