In Rengershausen soll Nahversorgungszentrum gebaut werden

Überfüllter Saal: Mehr als 200 Bürger warteten gespannt auf die neuesten Informationen über den Stand der Planung des Supermarkts am Ortsrand. 2 Fotos: Dilling

Baunatal. Seit fast zwei Jahren ist Rengershausen schon ohne Supermarkt. Das Problem brennt den Einwohnern auf den Nägeln.

Das war an der Resonanz auf die Bürgerversammlung am Donnerstagabend abzulesen: Mehr als 200 Bürger klatschten im Dorfgemeinschaftshaus Beifall, als Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) den Fahrplan für den Bau eines Nahversorgungszentrums zwischen Hütt-Brauerei und Westfalen-Tankstelle ankündigte: Bei Netto einkaufen, bei Burger King essen gehen - und das schon im Laufe des Herbsts nächsten Jahres. So könnte man die Präsentation zusammenfassen. So könnte es kommen, wenn alles weiter nach Plan läuft, schränkte Schaub ein.

Der Bürgermeister stellte die Planentwürfe des Investors, der Berliner Recona, vor. Danach soll auf dem jetzigen Acker gegenüber der Westfalen-Tankstelle ein Netto-Supermarkt mit 800 Quadratmetern Verkaufsfläche und diesem Markt gegenüber - in Richtung der Hütt-Brauerei - ein Schnellrestaurant mit Sitzplätzen im Außenbereich errichtet werden. Beide Gebäude und die Parkplätze werden über eine kurze Zu- und Abfahrt zwischen der Bushaltestelle und dem Ortseingang an die Knallhütter Straße (K 18) angebunden. Das verursache der Stadt „minimale Kosten“, sagte Schaub. Ein Kreisel weiter oberhalb mache schon verkehrstechnisch keinen Sinn.

Auf den Entwürfen ist das Logo der Kette Burger King zu sehen, ob sie es tatsächlich wird, dafür wollte Schaub aber nicht die Hände ins Feuer legen. Er gebe nur „eine Zwischeninformation“. Ursprünglich wollten die Rengershäuser ja nur einen Supermarkt. Das Fast-Food-Restaurant habe die Stadt wegen des wirtschaftlichen Interesses des Investors akzeptieren müssen, der die Kosten für den Grundstückserwerb refinanzieren wolle. Es werde aber keinen Rund-um-die-Uhr-Betrieb geben, versicherte Schaub. Außerdem: Jeder zweite Jugendliche finde ein Schnellrestaurant schön.

Der Bürgermeister deutete an, wie langwierig das Tauziehen zwischen dem Investor, der erst im Herbst detaillierte Pläne im Rahmen einer Bürgerversammlung vorstellen wird, und dem Rathaus war. Die Stadt habe „Druck aufgebaut“, sagte Schaub, um möglichst schnell zum Zuge zu kommen. Es habe „viele Gespräche hin und her“, gegeben.

Kritik an dem Vorhaben äußerten Besucher nur vereinzelt. Es sei zu befürchten, dass nun Rengershausen dort wegen der nahen Autobahn „vom Verkehr überrollt“ werde, meinte einer von ihnen. Schwere Lkw würden das Nahversorgungszentrum als Rastplatz missbrauchen, sagte ein anderer. Ob denn ein Bäcker und ein Metzger dort einziehe, wollte ein weiterer wissen. Details würden in den nächsten Monaten geklärt, antwortete Schaub.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.